Archiv für Dezember 2013

Ehrung für fünfzig Jahre Menschenrechtsverteidigung

Der Vorsitzende der Internationalen Menschenrechtsföderation, Abdolkarim Lahidji, wurde in Hannover für sein fünfzigjähriges Engagement für die Menschenrechte gewürdigt. Hannovers Bürgermeister Bernd Strauch und die Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi nahmen an der Veranstaltung teil.

„Ein Menschenrechtsaktivist und Rechtsanwalt, der niemals aus politischer Rücksichtnahme auf die Verteidigung der Menschenrechte verzichtete.“ So beschrieben Kollegen und Freunde Abdolkarim Lahidji am vergangenen Samstag. Da erhielt der heute in Frankreich lebende iranische Menschenrechtler eine Auszeichnung unter anderem in Form einer Gedenktafel für sein fünfzigjähriges Engagement für die Menschenrechte.

Die Ehrung fand auf Initiative der „Vereinigung zur Verteidigung der Menschenrechte“ (VVM) statt.
Er habe seit seiner Kindheit eine Vorstellung von der Bedeutung der Menschenrechte entwickelt, erzählte dabei der mittlerweile 73-jährige Lahidji: „Ich war etwa 12 Jahre alt, als ich ein Bild des damaligen iranischen Premierministers Mohammad Mossadegh in einer Zeitschrift sah.

Er trug einen langen Mantel und zwei Offiziere saßen neben ihm. Unter dem Bild stand zur Erklärung: Mossadegh und seine Anwälte“, so Lahidji. Auch der Richter und seine Assistenten seien Militäroffiziere gewesen. Mossadegh, in den fünfziger Jahren der erste demokratisch gewählte Premierminister des Iran, hatte die von den Briten dominierte Ölindustrie des Landes verstaatlicht.

Er wurde durch einen Militärputsch namens „Operation Ajax“ von CIA und britischer „Intelligent Service“ aus dem Amt gedrängt und vor Gericht gestellt.

Erste Fragen

„Die erste Frage für mich war damals, warum der zivile Premierminister in Gegenwart von Offizieren vor einem Militärgericht steht. Diese Szene hat mich so beeindruckt, dass ich mich entschloss, Jura zu studieren und Rechtsanwalt zu werden“, so Lahidji.
Das war Grundstein für seine Menschenrechtsarbeit.

 

Später verbrachte der Anwalt dafür 10 seiner Lebensjahre im Gefängnis: Schon vor der Islamischen Revolution 1979 wurde er mehrfach festgenommen und durfte einige Jahre lang das Land nicht verlassen.

 

Bereits 1971 begann er, mit internationalen Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International zusammenzuarbeiten. Derzeit engagiert er sich für die Abschaffung der Todesstrafe.
Vorbild für die Jüngeren

Der 1. Bürgermeister von Hannover, Bernd Strauch, nannte in seiner Rede Aktivisten wie Lahidji und die ebenfalls anwesende Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi „Vorbilder für die junge Generation“.

Ebadi würdigte in ihrer Ansprache die besonderen Stärken ihres Kollegen Lahidji. Er habe die Kultur der Menschenrechtsachtung verinnerlicht, so Ebadi: „Der Preis für die Verteidigung der Menschenrechte ist in nicht-demokratischen Ländern sehr hoch. Wer sich den damit verbundenen Herausforderungen nicht stellen kann, sollte sich nicht auf diesen Weg begeben.“

 

Lahidji sei einer der Menschen, die bereit seien, „den höchsten Preis für die Menschenrechtsverteidigung zu zahlen“, so die Nobelpreisträgerin.

Kein Revolutionär

„Die Aufgabe der Menschenrechtsaktivisten ist nicht, Regime zu stürzen, sondern einen rechtlichen Wandel in Gang zu bringen. Das ist, was ich unter jeder Regierung versuchen werde“, sagte Lahidji in seiner Rede.
An der Veranstaltung nahmen auch Vertreter der Bahá„í-Gemeinde in Deutschland und der Demokratischen Partei von Kurdistan teil. Auch Botschaften von zwei weiteren iranischen Anwälten und Menschenrechtsverteidigern im Iran, Nasrin Sotoudeh und Mohammad Oliaeifard, wurden verlesen.

 

Lahidji hat drei Bücher und viele Artikel über die Menschenrechtsfrage im Iran verfasst. 1990 wurde er für seinen Einsatz auch von der Organisation Human Rights Watch ausgezeichnet.

Mitra Shodjaee
Übertragen aus dem Persischen: Pouya Rastin
Quelle: Deutsche Welle

Das lukrative Iran-Geschäft für Deutschland

17.12.2013 – swiss-persian.ch – Bereits 1974 engagierte sich die deutsche Wirtschaft beim Aufbau des iranischen Atomprogramms. Das Unternehmen Kraftwerk-Union AG erhielt den Auftrag in der iranischen Stadt Bushehr zwei Reaktoren zu bauen.

1982 sollten die Arbeiten abgeschlossen sein, doch nach der iranischen Revolution 1979 wurde ein Reaktor nur zu 85% und das zweite lediglich zu 50% fertiggestellt und das Unternehmen beendete abrupt sein Engagement im Land. 1995 erhielt schließlich Russland den Auftrag für die Fertigstellung vom Reaktor in Bushehr.
Seit 2002 verschärfte sich der Konflikt mit dem Westen, vordergründig weil der Westen dem Iran ein militärisches Atom-Programm unterstellte. Wie die wirtschaftlichen Daten zeigen: der unumgängliche wirtschaftliche Schwenk des Iran von Westen nach Russland, China, Lateinamerika und Afrika sollte auch für Europa ein wirtschaftlicher Schaden bedeuten.
Deutschland und Iran haben nachweislich seit dem 17.Jahrhundert kulturelle und politische Beziehungen gepflegt. In der Pahlavi-Ära und vor allem nach der Machtergreifung Reza-Khans Anfang des 20. Jahrhunderts erlebten die Beziehungen ihre Blütezeit. Reza Khan glaubte durch eine Annäherung an Hitlers Regime vor allem die Industrialisierung vorantreiben zu können, politisch jedoch sollte dieser Schulterschluss mit Deutschland sein Ende besiegeln. Nach dem Reza-Khans Sohn Mohammadreza Pahlavi an die Macht gelangte wurden die Beziehungen zum Nachkriegsdeutschland wieder aufgenommen. Viele deutsche Unternehmen engagierten sich fortan in Iran. Der Iran investierte im Gegenzug auch in deutsche Unternehmen. Bis heute ist der Iran Anteilseigner einiger deutscher Industrieunternehmen.
Nach der Revolution von 1979 wurden die politischen Beziehungen zum Land reduziert, blieben jedoch aufrecht. Die iranische Industrie war traditionell sehr „deutsch“ geprägt: Maschinen und Anlagen sowie Prozesse wurden aufgrund der damals sehr geschätzten Qualität vorrangig aus Deutschland beschafft. Vor allem in den letzten zehn Jahren und der Verschärfung der Wirtschaftssanktionen der USA und der EU gegen den Iran verloren die deutschen Industrieunternehmen ein wichtigen und traditionell stabilen und sicheren Markt im Iran. Iranische Unternehmen, die weiterhin Interesse an einer Zusammenarbeit mit deutschen Unternehmen zeigten, mussten erkennen dass die erschwerten Bedingungen die Wirtschaftlichkeit in Frage stellten: überhöhte Bürokratie, Schwierigkeiten beim Zahlungsverkehr, Einstufung von Warengruppen, Unternehmen und Personen in Sanktionslisten sowie die Angst deutscher Unternehmen vor juristischen Konsequenzen in der Heimat ließen die Zusammenarbeit auf das wesentliche schrumpfen.
Zu den größten Nutznießern der Iran-Geschäfte zählten Dresdner Bank und die Deutsche Bank, die vor allem Milliarden-Kredite für Industrieunternehmen bereitstellten und auch Industrieunternehmen wie Daimler, Bayer, Hoechst, Thyssen Krupp sowie Siemens. Allein bis 1979  investierten deutsche Unternehmen 600 Millionen DM in Iran. Im Jahre 2000 setzte eine kleine Renaissance der deutschen Investitionen im Iran an: allein in dem Jahr investierten deutsche Unternehmen 90 Millionen DM im Iran. Noch in 2007 exportierte Deutschland Waren in Wert von 3,6 Milliarden Euro nach Iran und importierte für knapp 600 Millionen Euro Waren aus der islamischen Republik. 2008 betrug die Summe des gesamten bilateralen Handels 4,5 Milliarden Euro.
Doch seit 2012 hat Deutschland seine Stellung im iranischen Außenhandel an China und Russland eingebüßt. Allein in dem Jahr schrumpfte der Wert der exportierten Waren nach Iran um 18% auf 2,5 Milliarden Euro und iranische Exporte nach Deutschland halbierten sich gegenüber 2011 auf 330 Millionen Euro.
Die deutsche Industrie beklagt noch heute das Wegfallen des lukrativen Iran-Geschäfts und wirft den deutschen Regierungen vor auf Rücken der Industrie stellvertretend  ideologische und politische Querelen auszutragen. Irans Industrie hat aus der Erfahrung der letzten Jahrzehnte gelernt: trotz des Interesses an europäischer und deutscher Waren ist heute mehr denn je die „Sicherheit“ in der Lieferkette entscheidend. Sollten sich die politischen Beziehungen zum Westen einigermaßen normalisieren könnte das Iran-Geschäft für deutsche und europäische Unternehmen aber wieder zu einem wesentlichen Bestandteil des Außenhandels werden. Doch nun müssen deutsche Unternehmen um die Gunst der iranischen Kunden mit Chinesen und andere konkurrieren.

Iran: Atomwaffen oder Menschenrechte?

17.12. 2013 – The Huffington Post – Mohammad Moshiri: Der 10. Dezember war der Internationale Tag der Menschenrechte. Die Weltgemeinschaft hat am 10. Dezember 1948 die Erklärung der Menschenrechte einstimmig gebilligt. Vor 2600 Jahren wurde vom persischen König Kyros dem Großen die erste Menschenrechtscharta verkündet.

Die Menschenrechtserklärung von 1948 war eine Fortschreibung dieser Charta. Der 10. Dezember bietet einen doppelt guten Anlass, über die Menschenrechte zu schreiben. Die Menschenrechte, die in der ganzen Welt von Diktatoren verletzt und zunichte gemacht werden, sind in letzter Zeit fast vergessen worden. Das schlimmste Land in Bezug auf die Zahl seiner Bewohner, deren Menschenrechte verletzt werden, ist ironischerweise der Iran, aber auch das Land, in dem die erste Menschenrechtscharta der Geschichte erklärt worden ist.


Im Strafgesetzbuch des Mullah-Regimes stehen Gesetzte, die mit den Menschenrechten überhaupt nichts zu tun haben. Zum Beispiel wird ein neunjähriges Mädchen im Iran als erwachsen betrachtet. Ein Junge von fünfzehn Jahren gilt als erwachsen. Dieben können die Hände abgeschnitten werden usw. Das Regime behauptet, solche unmenschlichen Methoden seien mit dem Islam vereinbar und deshalb dürften andere Länder sich hier nicht einmischen. Das heißt, die Menschenrechtsverletzungen im Iran werden mit der Interpretation des Islam, wie sie vom Mullah-Regime zurechtmacht werden, gerechtfertigt. Wie Menschen darunter leiden, ist ihnen egal. Natürlich ist alles ein Vorwand, um das politische System zu bewahren.
Allein seit dem Amtsantritt von Rohani (vor vier Monaten) sind 410 Menschen hingerichtet worden. Mehr als 100 monatlich. Am 11. Dezember wurden sieben Menschen im Gefängnis Ghohardasht hingerichtet. Am 5. Dezember wurden fünfzehn Menschen hingerichtet. Am 6., 9. und 12.Dezember wurden insgesamt drei politische Gefangene hingerichtet. Weitere Hinrichtungen stehen unmittelbar bevor. Am 23. Oktober 2013 hat das dritte Komitee der Vollversammlung der UNO die Menschenrechtsverletzungen im Iran wieder einmal verurteilt und die Welle der Hinrichtungen, die Verletzung der Grundrechte der Bevölkerung, die Verletzung der politischen Rechte, das barbarische Strafrecht, die sexuelle Benachteiligung der Frauen im Iran usw. gegeißelt.


Das ist das Gesicht des Regimes im Iran. Das ist das Gesicht des Landes seit 35 Jahren. Die Menschenrechtsverletzungen im Iran haben sich verschlimmert. Unter Rohani wütet das Regime noch schlimmer als vorher.
Es ist Zeit, dass die Weltgemeinschaft eine ernsthafte Reaktion zeigt und sich nicht nur für das Atomprogramm im Iran interessiert. Das Thema der Menschenrechtsverletzungen muss vor den Sicherheitsrat der UNO gebracht werden. Die Welt darf sich nicht nur für das Atomprogramm des Staates interessieren und zum schlimmeren Thema „Menschenrechte“ schweigen.
Mohammad Moshiri 
www.diezeitbruecke.de

Mohammad Moshiri auf Twitter folgen: www.twitter.com/moshiri3

Delegation des EU-Parlaments besucht Teheran

11. Dezember 2013 – ZEIT ONLINE – Straßburg (AFP) Eine Delegation des Europaparlaments wird am Donnerstag in den Iran fliegen, um Kontakte mit dem Parlament in Teheran herzustellen. Dabei würden auch Menschenrechtsfragen angesprochen, sagte die Grünen-Politikerin Isabelle Durant am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP.

Auch Gespräche mit Regierungsvertretern seien während des bis Dienstag dauernden Besuchs geplant, sagte die Französin, die zu der Delegation gehört.

 

CDU-Vize Klöckner Inhaftierte Christen im Iran nicht vergessen!

05. Dezember 2013 – Berlin (idea) – Die Schicksale inhaftierter Christen im Iran dürfen nicht vergessen werden. Dazu hat die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Julia Klöckner (Mainz) bei einer Pressekonferenz der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) am 5. Dezember in Berlin aufgerufen.

Klöckner ist „Patin“ des iranischen Pastors Behnam Irani, der sich wegen seines Glaubens und der Verbreitung des Christentums in Haft befindet. Der Protestant sollte wegen des Abfalls vom Islam zum Tode verurteilt werden und erhielt schließlich eine sechsjährige Haftstrafe.

Die Katholikin Klöckner erklärte, als Christin sei es ihr ein Anliegen Solidarität mit Glaubensgeschwistern zu zeigen.

Es müsse auch im Iran möglich sein, seinen Glauben frei zu bekennen. Sie erhoffe sich durch die Patenschaft für Irani Hafterleichterungen und eine bessere medizinische Versorgung. Klöckner: „Ich habe großen Respekt vor Behnam Irani, der trotz aller Unwägbarkeiten und Gefahren an seinem Glauben festhält und mutig für seine Überzeugung kämpft und einsteht.“ Laut IGFM haben bisher 82 Politiker aus Deutschland und Europa eine Patenschaft mit iranischen Inhaftierten übernommen.
Nur in China werden mehr Menschen hingerichtet
Nach den Worten des Vorstandssprechers der IGFM, Martin Lessenthin (Frankfurt am Main), dürfen sich Europas Regierungen nicht vom neuen iranischen Präsidenten, Hassan Ruhani „einlullen“ lassen.

Zwar habe der Iran völkerrechtlich verbindliche Menschenrechtsverträge ratifiziert, diese würden jedoch gebrochen.

Ruhani habe die in ihn gesetzten Erwartungen enttäuscht. Seit seinem Amtsantritt im August seien über 200 Menschen hingerichtet worden. Für das Jahr 2013 sei ein neuer Rekord zu befürchten.

Nur in China würden mehr Menschen exekutiert, allerdings bei einer mehr als zehn Mal so großen Bevölkerung.

Sowohl die Versammlungs-, Meinungs- als auch die Religionsfreiheit lägen im Iran im Argen. Auch unter dem neuen Präsidenten gebe es bisher keine Verbesserung der Menschenrechte. Stattdessen komme es zu neuen Verhaftungen und Übergriffen. Lessenthin forderte ein sofortiges Ende von Hinrichtungen im Iran.
„Eines der größten Gefängnisse weltweit“
Er stellte die Internet-Initiative „Dinge, über die Revolutionsführer Chamenei öffentlich niemals reden würde“ vor. Wer dem obersten politischen und religiösen Führer, Ajatollah Ali Chamenei, widerspreche, begebe sich in Lebensgefahr. Der Iran sei für Journalisten und Blogger „eines der größten Gefängnisse weltweit“.

Die IGFM habe deshalb ein Facebook-Profil angelegt, über das iranische Journalisten und Blogger ihre Artikel unzensiert veröffentlichen können. Laut IGFM werden in der Islamischen Republik alle religiösen Minderheiten diskriminiert.

Dies gelte sogar für die Gruppe der sunnitischen Muslime, die nach Auffassung des herrschenden schiitischen Klerus nicht rechtgläubig sind.

Besonders hart gingen die Behörden gegen ehemalige Muslime vor, die sich vom Islam abgewandt haben und Christen oder Atheisten wurden.

Abfall vom Islam und „Kampf gegen Gott“ könnten mit dem Tod bestraft werden, so die IGFM. Die größte nicht-islamische Minderheit stellten die Bahá’í. Ihnen spreche der Iran das Existenzrecht ab.

Die Mitglieder des Führungsgremiums der Bahá’í würden willkürlich zu langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt.

Im Iran leben schätzungsweise rund 300.000 Anhänger der Baha‘i-Religion. Von den 76,4 Millionen Einwohnern sind 99 Prozent Muslime. Die Zahl der Konvertiten zum christlichen Glauben wird auf 250.000 geschätzt.

Ferner gibt es bis zu 150.000 meist orthodoxe armenische und assyrische Christen.

 

Klöckner ist Patin eines politischen Gefangenen im Iran

Donnerstag, 05.12.2013 Focusonline – Die rheinland-pfälzische CDU-Chefin Julia Klöckner engagiert sich als Patin für einen iranischen Pastor, der in seiner Heimat wegen seines christlichen Glaubens eingesperrt ist.

„Es ist wichtig, sich gerade für diejenigen einzusetzen, die daran gehindert werden, für sich selbst einzutreten“, sagte die CDU-Bundesvize bei der Vorstellung des Patenschaftsprogramms der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) am Donnerstag in Berlin.

Im Rahmen des Programms engagieren sich Parlamentarier für politische Gefangenen in Nordkorea, Kuba, China und im Iran. „Menschenrechtsverletzungen dürfen wir nicht einfach stillschweigend hinnehmen“, betonte Klöckner nach Angaben ihrer Partei.

Protestaktion bei der iranischen Botschaft zum iranischen Student_innentag am 7. Dezember

Amnesty International – 03 Dec 2013 – gegen die Missachtung der Menschen/Frauenrechte,  für die Freilassung von Gewissensgefangenen, gegen die Diskriminierung von Frauen, gegen Folter und Todesstrafe, gegen die Verfolgung von Menschenrechtsaktivist_innen, gegen Studienverbote, für Meinungsfreiheit ….

Am 7. Dezember 2013, dem Tag des Student_innen-Aufstandes im Iran vor 60 Jahren, wollen wir eine Protestaktion vor der iranischen Botschaft organisieren.Die Student_innenbewegung im Iran hat eine lange Geschichte. Sie hat sich stets für verbesserte Studienbedingungen, gegen die Zensur der Fachliteratur, für eine Selbstorganisation der Studierenden, für gesellschaftliche Freiheiten und eine Demokratisierung der Gesellschaft eingesetzt.In ihrem Kampf gegen die repressiven Regierungen der letzten Jahrzehnte hatte sie viele Opfer zu beklagen. Somit ist der 7. Dezember stets als ein symbolhafter Protesttag zu verstehen, an dem man sich an die vielen Opfer im Kampf für Freiheit und Menschenrechte erinnert.
Die Amtszeit von Präsident Rouhani zeigt trotz seiner Versprechungen keine Verbesserung der Menschenrechtssituation im Iran. Vermehrte Hinrichtungen, Gewissensgefangene in überfüllten Gefängnissen, Diskriminierung von Frauen per Gesetz, Repression von Menschenrechtsaktivist_innen und Minderheiten, Studienverbote sind traurige Realität.
Wir, von Amnesty International, rufen Sie deshalb auf, mit uns gemeinsam ein Zeichen zu setzen und durch die Niederlegung von Blumen, Fotos, Forderungen, Appellbriefen und dergleichen bei der iranischen Botschaft Ihrem Protest Ausdruck zu verleihen. Nach Ablauf der Aktion wollen wir alle Proteste der iranischen Botschaft übergeben.
Wann: Samstag, 7. Dezember 2013, 14:00 – 16:00 Uhr
Wo: Treffpunkt Ungargasse 66, 1030 Wien, bei der Schnellbahn Rennweg
Hier können Sie Petitionen für iranische Gewissensgefangene unterschreiben. Blumen und Protestbotschaften werden vor dem Haus Reisnerstraße 48 bei der iranischen Botschaft niedergelegt.

Protestaktion bei der iranischen Botschaft zum iranischen Student_innentag am 7. Dezember

Amnesty International – 03 Dec 2013 – gegen die Missachtung der Menschen/Frauenrechte,  für die Freilassung von Gewissensgefangenen, gegen die Diskriminierung von Frauen, gegen Folter und Todesstrafe, gegen die Verfolgung von Menschenrechtsaktivist_innen, gegen Studienverbote, für Meinungsfreiheit ….

Am 7. Dezember 2013, dem Tag des Student_innen-Aufstandes im Iran vor 60 Jahren, wollen wir eine Protestaktion vor der iranischen Botschaft organisieren.Die Student_innenbewegung im Iran hat eine lange Geschichte. Sie hat sich stets für verbesserte Studienbedingungen, gegen die Zensur der Fachliteratur, für eine Selbstorganisation der Studierenden, für gesellschaftliche Freiheiten und eine Demokratisierung der Gesellschaft eingesetzt.In ihrem Kampf gegen die repressiven Regierungen der letzten Jahrzehnte hatte sie viele Opfer zu beklagen. Somit ist der 7. Dezember stets als ein symbolhafter Protesttag zu verstehen, an dem man sich an die vielen Opfer im Kampf für Freiheit und Menschenrechte erinnert.
Die Amtszeit von Präsident Rouhani zeigt trotz seiner Versprechungen keine Verbesserung der Menschenrechtssituation im Iran. Vermehrte Hinrichtungen, Gewissensgefangene in überfüllten Gefängnissen, Diskriminierung von Frauen per Gesetz, Repression von Menschenrechtsaktivist_innen und Minderheiten, Studienverbote sind traurige Realität.
Wir, von Amnesty International, rufen Sie deshalb auf, mit uns gemeinsam ein Zeichen zu setzen und durch die Niederlegung von Blumen, Fotos, Forderungen, Appellbriefen und dergleichen bei der iranischen Botschaft Ihrem Protest Ausdruck zu verleihen. Nach Ablauf der Aktion wollen wir alle Proteste der iranischen Botschaft übergeben.
Wann: Samstag, 7. Dezember 2013, 14:00 – 16:00 Uhr
Wo: Treffpunkt Ungargasse 66, 1030 Wien, bei der Schnellbahn Rennweg
Hier können Sie Petitionen für iranische Gewissensgefangene unterschreiben. Blumen und Protestbotschaften werden vor dem Haus Reisnerstraße 48 bei der iranischen Botschaft niedergelegt.

Iranische Revolutionswächter umgehen mit Tarnfirmen Sanktionen des Westens

SPIEGEL – Sonntag, 01.12.2013 Die in Genf vereinbarte Lockerung von Sanktionen gegen den Iran kommt vor allem den Hardlinern des schiitischen Gottesstaates zugute. Wie der SPIEGEL aus westlichen Geheimdienstkreisen erfuhr, konnten die iranischen Revolutionsgarden bereits in der Vergangenheit die Handelseinschränkungen mit Hilfe eines Geflechts aus Tarnfirmen umgehen. 

Eine zentrale Rolle spielt dabei eine Organisation mit dem harmlos klingenden Namen Nationaler Entwicklungsfonds (NDF). 26 Prozent der iranischen Erdöl- und Erdgaseinnahmen – trotz des westlichen Boykotts noch mehrere hundert Millionen Dollar – fließen laut iranischem Haushaltsplan dieses Jahr an den NDF. Angeblich verwendet der Fonds das Geld für friedliche Zwecke. Doch westlichen Geheimdiensten zufolge überwies der NDF seit seiner Gründung vor drei Jahren mehr als drei Milliarden Dollar an zwei Organisationen, die auf dem Index der EU und der USA stehen.

Zum einen ist das Energy Novin, eine Tochterfirma der Iranischen Atomenergiebehörde, beteiligt auch an suspekten Teilen des Nuklearprogramms; zum anderen sind es die Kuds-Brigaden, der für dubiose militärische Auslandseinsätze bekannte Teil der Revolutionswächter. Sie kämpfen derzeit unter anderem an der Seite des syrischen Diktators Assad. Durch die Freigabe der Konten darf der NDF nun einen Geldsegen erwarten und könnte diesen in unerfreuliche Kanäle lenken.