Tag Archiv für iran Revolution 1979

Das iranische Regime inhaftierte 1,7 Millionen Menschen seit 1979

Evin-Gefängnis in Teheran

09.02,2018 – Mena-Watch -Von Thomas von der Osten-Sacken – Wie kann man den Schrecken von vierzig Jahren islamischer Revolution im Iran treffend in Zahlen zusammenfassen? Den Reportern ohne Grenzen (RSF) scheint dies anhand von Dokumenten, die ihnen zugespielt wurden und die sie in den letzten Monaten ausgewertet haben, recht gut zu gelingen. RSF zufolge wurden seit 1979 alleine im Großraum Teheran 1,7 Millionen Menschen inhaftiert, darunter 860 Journalisten. Bei der Präsentation dieser Zahlen erklärte Christophe Deloire, der Leiter der Organisation:

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Mission vor 40 Jahren – Als Kreisky im Iran die US-Geiseln befreien wollte

Links eine Geisel in der US-Botschaft im Iran 1979; rechts ein Schnappschuß von „Krone“-Redakteur Kurt Seinitz in Teheran: Bundeskanzler Bruno Kreisky (krawattenlos) im Hexenkessel der iranischen Revolution vor dem Bild des Ayatollah Khomeini

Vor 40 Jahren, am 16. Jänner 1979, hatte der (todkranke) Schah Mohammad Reza Pahlavi unter dem Druck des Volksaufstandes den Iran verlassen. Am 1. Februar 1979 kehrte dann Ayatollah Ruhollah Khomeini in einem Jubelrausch aus seinem französischen Exil nach Teheran zurück. Bis 11.  Februar rissen die „Militant Clerics“ – der militante Flügel des iranischen Schiismus – wie Lenin in Russland die Macht an sich. Es war ein wahrer Blutrausch. Bald stürmten Studenten die US-Botschaft und nahmen alle Botschaftsangehörigen als Geiseln. Österreichs Bundeskanzler Bruno Kreisky versuchte damals in Teheran, diese zu befreien. Aus dem Reisetagebuch von „Krone“-Redakteur Kurt Seinitz.

19.01.2019 – Kronen Zeitung – Die Khomeini-Revolution veränderte die ganze Welt. Sie war gleichsam der Zündfunke der globalen „islamischen Renaissance“ mit nachhaltigen Folgen.

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Iran: Der Autokrat und die Mullahs

Vor vierzig Jahren musste Schah Reza Pahlavi sein Land verlassen. Seine Dynastie wurde getragen vom Interesse des Westens am iranischen Öl. 1979 ließ man ihn fallen.

Prunk ohne moralisches Gewicht: Schah Reza Pahlavi mit Ehefrau Farah Diba und Sohn Cyrus Reza. – Getty Images

18.01.2019- Die Presse- von Günther Haller – Am 16. Jänner 1979 um zwei Uhr nachmittags ging das kaiserliche Paar Irans, Schah Reza Pahlavi und seine Frau, Kaiserin Farah, ein letztes Mal am Teheraner Flughafen Mehrabad über den roten Teppich zum Flugzeug. Der Schah selbst griff zum Steuerknüppel. „Tun Sie das, was Sie für notwendig halten. Ich hoffe nur, dass es keine Toten mehr gibt“, hatte er zuvor zum Offizier der Ehrengarde gesagt. Journalisten erhielten nur eine kurze Erklärung: „Ich fühle mich müde und brauche Ruhe. Meine Reise beginnt heute.“

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