Tag Archiv für Jason Rezaian

Nach Verurteilung wegen Spionage: Iran lässt „Washington Post“-Korrespondenten frei

16.01.2016 – DW – Jason Rezaian war 2014 im Iran festgenommen und wegen Spionage verurteilt worden. Mit ihm wurden drei weitere Häftlinge mit doppelter Staatsbürgerschaft freigelassen, kurz vor der endgültigen Umsetzung des Atomabkommens.

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US-Reporter steht wegen Spionage im Iran vor Gericht

Jason Rezaian

09.06.2015 – Berliner Morgenpost – Auch der zweite Verhandlungstag im Spionageprozess gegen den seit fast elf Monaten im Iran inhaftierten US-Reporter Jason Rezaian ist ohne ein klares Ergebnis zu Ende gegangen. Nach Medienberichten soll der Prozess erneut vertagt worden sein. Dem Iran-Korrespondenten der „Washington Post“ wird Spionage für die USA und Propaganda gegen das islamische Land vorgeworfen. Der vor knapp zwei Wochen begonnene Prozess findet hinter verschlossenen Türen im Revolutionsgericht statt.

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Korrespondent vor GerichtIran verwehrt US-Gefangenem Besuch

Montag, 25. Mai 2015 -IranSOS- n-tv –  Seit zehn Monaten sitzt der Iran-Korrespondent der „Washington Post“ in Teheran im Gefängnis. An diesem Dienstag soll ein Prozess wegen Spionage beginnen. Die die USA vertretende Schweizer Botschaft bemüht sich vergeblich um eine Besuchserlaubnis.

Die iranische Justiz hat einen Besuchsantrag der Schweizer Botschaft bei dem in Teheran inhaftierten US-Reporter Jason Rezaian abgelehnt. Der zuständige Oberstaatsanwalt sagte, ein solcher Antrag sei irrelevant und inakzeptabel. Da Washington und Teheran keine diplomatischen Beziehungen unterhalten, vertritt die Schweiz die Interessen der USA im Iran.
Die Anklage gegen den Iran-Korrespondenten der „Washington Post“ lautet auf Spionage für die USA und Propaganda gegen das islamische Land. Was Rezaian genau ausspioniert haben soll, ist nicht bekannt. Nach zehnmonatiger Haft beginnt das Verfahren an diesem Dienstag vor einem Revolutionsgericht in Teheran. Wie die „Washington Post“ berichtet, findet der Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Auch die Angehörigen Rezaians dürfen nicht dabei sein.
Der Prozess befasst sich auch mit der Ehefrau Rezaians, der Journalistin Yeganeh Salehi, sowie einer weiteren iranisch-amerikanischen Fotografin. Die drei waren Ende Juli vergangenen Jahres festgenommen worden. Die beiden Frauen kamen gegen Kaution frei, Rezaian aber sitzt seitdem im berüchtigten Ewin-Gefängnis im Norden Teherans.
Der Besuchsantrag der Schweizer Botschaft soll abgelehnt worden sein, weil laut iranischen Gesetzen nur die Nationalität des Vaters – und nicht der Mutter – zählt. Da Rezaians Vater Iraner ist, gelten für ihn die gleichen Kriterien wie für einen iranischen Staatsbürger. Dementsprechend habe er auch kein Recht auf konsularischen Beistand.
Quelle: n-tv.de , nsc/dpa

Reporter der „Washington Post“: Kerry prangert Prozess gegen US-Journalisten in Iran an

Sonntag, 07.12.2014 – SpigelOnline- Im Sommer nahm die Polizei in Iran drei US-Journalisten fest, einer davon muss offenbar nun vor Gericht. US-Außenminister Kerry verurteilte das Verfahren gegen Jason Rezaian von der "Washington Post" scharf – und zeigte sich besorgt.

Washington – Im Sommer wurde er aus unbekannten Gründen festgenommen, nun soll dem US-Reporter Jason Rezaian in Iran der Prozess gemacht werden. Über einen entsprechenden Bericht der "Washington Post" zeigte sich US-Außenminister John Kerry nun "zutiefst enttäuscht". Der Richter habe zudem das Gesuch des Journalisten abgelehnt, gegen Bewährung auf freien Fuß zu kommen.

Zugang zu einem Anwalt habe Rezaian, der für die renommierte "Washington Post" arbeitet, ebenfalls nicht gehabt, sagte Kerry weiter. Er teile die Sorge von Rezaians Familie, dass der Inhaftierte körperlichen und psychischen Belastungen ausgesetzt sei und nicht angemessen medizinisch betreut werde.
"Jason stellte keine Gefahr für die iranische Regierung oder die Sicherheit Irans dar", sagte Kerry. Er forderte, sämtliche Anklagen fallen und Rezaian umgehend freizulassen. Iran lehnt es Kerry zufolge ab, den USA mit Hilfe der Schweiz konsularischen Zugang zu Rezaian zu ermöglichen.
Verfahren gegen "Feinde und deren Agenten"
Rezaian war im Juli zusammen mit drei anderen Journalisten festgenommen und inhaftiert worden. Damals hieß es offiziell lediglich, Iran werde nicht erlauben, dass "unsere Feinde und deren Agenten" im Land aktiv seien. Neben Rezaian und dessen Ehefrau Yeganeh Salehi waren zwei Fotografen aus den USA unter den Festgenommenen.
Rezaian ist US- und iranischer Staatsbürger, seine Frau Iranerin. Der 38-jährige Journalist berichtet seit 2012 aus Teheran, Salehi arbeitet als Korrespondentin für die in den Vereinigten Arabischen Staaten ansässige Zeitung "The Nation". Nach Angaben der "Washington Post" hatte sie sich zuletzt um eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis in den USA bemüht.
Das Verhältnis zwischen den USA und Iran ist seit dem Sturz des Schahs 1979 angespannt. Die Besetzung der US-Botschaft mit anschließender Geiselnahme durch militante iranische Studenten führte 1980 zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen. Diese wurden bis heute nicht wieder aufgenommen. Allerdings verbesserte sich das Verhältnis seit dem Amtsantritt des iranischen Präsidenten Hassan Rohani im vergangenen Jahr – zuletzt wurden die Atomverhandlungen zwischen Teheran und dem Westen bis zum Sommer verlängert.
mxw/dpa/AFP/AP/Reuters

Bericht: Haft von „Washington Post“-Korrespondent im Iran verlängert

4. Dezember 2014-ZeitOnline- Washington (AFP) Hoffnungen auf eine baldige Freilassung des Korrespondenten der "Washington Post" im Iran haben sich offenbar zerschlagen. Wie die US-Zeitung am Mittwoch unter Berufung auf die Familie von Jason Rezaian berichtete, wurde seine Haft um bis zu 60 Tage verlängert.

Nachdem es noch Ende Oktober in Teheran geheißen habe, dass die Anschuldigungen möglicherweise fallen gelassen würden, sei Rezaian nun ein neues Dokument vorgelegt worden. Der zuständige Richter habe damit die Verlängerung seiner Haft genehmigt.