Archiv für Menschenrechte

Sacharow-Preisträgerin Sotoudeh tritt in Hungerstreik

Sacharow-Preisträgerin Nasrin Sotoudeh

Tausende Menschen sitzen aus politischen Gründen in iranischen Gefängnissen. Die verheerenden Haftbedingungen fördern die Verbreitung des Coronavirus – und bringen die Inhaftierten laut Nasrin Sotoudeh in Lebensgefahr.

17.03.2020 – Spiegel – Von Christoph Sydow – Die inhaftierte iranische Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh fürchtet wegen der Corona-Epidemie um ihr Leben. „Das tödliche Virus wird politische Gefangene oder deren Familien töten“, teilt die 56-Jährige in einer Nachricht mit, die in ihrem Namen auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht wurde. Aus diesem Grund sei sie am Montag in den Hungerstreik getreten.

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Keine Unterstützung für Mullahs im Iran        

Regimewechsel –  Der persische Stolz stirbt auf der Straße für ein besseres Leben ohne Mullahs / Kritik an einem Artikel von Katajun Amirpur

27.01.2020 – der Freitag- Kimia Shahverdi – In der „Süddeutschen“ erschien am 21. Januar einen Artikel der „Iran-Expertin“ Katajun Amirpur mit der Überschrift „Der persische Stolz“. Dort schreibt die Professorin für Islamwissenschaft am Orientalischen Seminar der Universität zu Köln über eine Zustandsbeschreibung der iranischen Gesellschaft im Zuge der iranischen Volksaufstände und dem Tod von Qassem Soleimani, dem Oberkommandeur der terroristischen Quds Force in den Revolutionsgarden (IRGC).

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UN-Hochkommissarin ist alarmiert wegen Gewaltwelle im Iran

Das gewaltsame Vorgehen des Iran gegen regierungskritische Demonstranten hat die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, auf den Plan gerufen. Sie zeigt sich wegen der Berichte sehr besorgt.

06.12.2019- DW – Bei den Unruhen in dem islamischen Gottesstaat seien mindestens 208 Menschen getötet worden, darunter zwölf Minderjährige, erklärte die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, in Genf. Seit Beginn der Proteste Mitte November seien mindestens 7.000 Menschen festgenommen worden. Es gebe Berichte über Misshandlungen, um falsche Geständnisse zu erzwingen. Vielen drohe offenbar die Todesstrafe. Die Bedingungen, unter denen die Menschen inhaftiert werden, und ihre körperliche Behandlung seien sehr besorgniserregend, betonte Bachelet. Sie verlangte von den Behörden eine völlige Transparenz über die Zahl der Opfer und Inhaftierten.

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Iran – Demonstranten unter Druck

Bei Protesten im Iran vor zwei Wochen sind laut Amnesty International mindestens 106 Demonstranten gestorben (AFP)

Nach den Protesten im Iran ist für die Regierung in Teheran klar: Das Ausland steckt dahinter. Zwar scheint es im Land seit einer Woche wieder ruhig zu sein. Doch die Demonstranten zahlen weiter einen hohen Preis. Festnahmen sind an der Tagesordnung und die Regierung mobilisiert ihre Unterstützer.

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Iran: Christen zu fünf Jahren Haft verurteilt

Die iranischen Christen Shahrooz Eslamdous und Abdolreza Matthias Haghnejad sitzen im Iran im Gefängnis. Symbolfoto: unsplash.com

02.12.2019 – Frankfurt am Main/Wetzlar (idea) – Als „Gefangene des Monats Dezember“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea die iranischen Christen Shahrooz Eslamdous und Abdolreza Matthias Haghnejad benannt. Sie rufen dazu auf, für sie einzutreten und zu beten. Zusammen mit sieben weiteren Angehörigen der im Iran verfolgten „Kirche des Iran“ kamen sie im Februar dieses Jahres in Haft.

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ÖSTERREICHER KAMRAN GHADERI ZU UNRECHT IN HAFT

Der österreichisch-iranische Geschäftsmann Kamran Ghaderi

14.12.2019 – Amnesty international – Der österreichisch-iranische Geschäftsmann Kamran Ghaderi verbüßt nach einem grob unfairen Verfahren eine zehnjährige Gefängnisstrafe. Sie wurde aufgrund von „Geständnissen“ verhängt, die unter Drohungen und verlängerter Einzelhaft zustande kamen. Der Zugang zu seiner Familie und einem Rechtsbeistand wurde ihm lange Zeit verweigert. Zudem benötigt er regelmäßig medizinische Versorgung für einen Tumor im Bein.

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Tajani fordert Freilassung von iranischer Menschenrechtlerin Sotoudeh

Ihre „einzige Schuld war, sich für die Verteidigung der Menschenrecht eingesetzt zu haben“, sagte der EU-Parlamentspräsident über die Sacharow-Preisträgerin

15.April 2019, Der Standard- Straßburg – EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani hat zu Beginn der Sitzungswoche des Europaparlaments in Straßburg am Montag die sofortige Freilassung der iranischen Menschenrechtlerin und Sacharow-Preiseträgerin von 2012 Nasrin Sotoudeh gefordert. Ihre „einzige Schuld war, sich für die Verteidigung der Menschenrecht eingesetzt zu haben“, kritisierte Tajani die iranischen Behörden.

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Inhaftierter Forscher Djalali schwebt in Lebensgefahr

Scholars at Risk ruft zur Unterstützung eines im Iran inhaftierten und zu Tode verurteilten Forschers auf. Ihm werde jede medizinische Hilfe verwehrt.

Dr. Ahmadreza Djalali

05.03.2019 – Forschung & Lehre – Das Netzwerk Scholars at Risk (SAR) zur Unterstützung gefärdeter Forscherinnen und Forscher ist zutiefst besorgt über den Gesundheitszustand von Dr. Ahmadreza Djalal. Seit knapp drei Jahren wird der Forscher für Katastrophenmedizin im Iran festgehalten. Es bestünde der dringende Verdacht, dass er an Leukämie erkrankt sei, doch die staatlichen Behörden verwehrten ihm die medizinische Hilfe, teilte SAR mit.

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Das iranische Regime inhaftierte 1,7 Millionen Menschen seit 1979

Evin-Gefängnis in Teheran

09.02,2018 – Mena-Watch -Von Thomas von der Osten-Sacken – Wie kann man den Schrecken von vierzig Jahren islamischer Revolution im Iran treffend in Zahlen zusammenfassen? Den Reportern ohne Grenzen (RSF) scheint dies anhand von Dokumenten, die ihnen zugespielt wurden und die sie in den letzten Monaten ausgewertet haben, recht gut zu gelingen. RSF zufolge wurden seit 1979 alleine im Großraum Teheran 1,7 Millionen Menschen inhaftiert, darunter 860 Journalisten. Bei der Präsentation dieser Zahlen erklärte Christophe Deloire, der Leiter der Organisation:

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Druck auf Christen im Iran nimmt zu

Am 1. Februar 1979 kehrte der schiitische Geistliche Ayatollah Chomeini (1902–1989) aus seinem Pariser Exil in den Iran zurück. Foto: picture-alliance/AP Photo

02.02.2019 – Göttingen/Kelkheim (idea) – Im Iran wird der Druck auf politische Gegner sowie religiöse und ethische Minderheiten immer stärker. Diese Ansicht äußerte der Nahostexperte der Gesellschaft für bedrohte Völker, Kamal Sido (Göttingen), anlässlich des 40. Jahrestags der Islamischen Revolution:

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