{"id":178,"date":"2014-12-06T14:45:00","date_gmt":"2014-12-06T13:45:00","guid":{"rendered":"http:\/\/iransos.com\/deutsch\/index.php\/2014\/12\/06\/10-interviews-mit-fluechtlingen-4\/"},"modified":"2014-12-06T14:45:00","modified_gmt":"2014-12-06T13:45:00","slug":"10-interviews-mit-fluechtlingen-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/iransos.com\/deutsch\/?p=178","title":{"rendered":"10 Interviews mit Fl\u00fcchtlingen, 10 Lebensgeschichten &#8211; Teil 4: &#8220;Es ist wie: Du musst hier nicht leben, also geh!&#8221;"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"> \tPatrick Kulow &#8211; l-iz.de &#8211; 06.12.2014- Im Interview: eine junge Frau, die 2011 im Alter von 19 Jahren wegen des Krieges aus Lybien flieht und zu ihrer Tante will, die schon viele Jahre in Dortmund lebt. Nach mehreren Monaten in verschiedenen Heimen wird ihr in einer Gemeinschaftsunterkunft im Landkreis Leipzig ein Platz zugewiesen. Sie spricht &uuml;ber ihre Erlebnisse bei der Ankunft und ihr jetziges Leben in Angst. &#8211; Genauso unterschiedlich, wie &quot;wir Deutschen&quot; sind, genauso unterschiedlich sind auch &quot;die Fl&uuml;chtlinge&quot;, die immer nur als eine Masse gesehen werden. Ein Blick in das Leben einzelner Asylsuchender, in ihre Erlebnisse, ihre &Auml;ngste, ihre Sorgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tK&ouml;nntest du deinen Alltag beschreiben?<\/p>\n<p> \tAls ich nach Deutschland kam, konnte ich kein Wort Deutsch. Ich habe gar nicht daran gedacht, Asyl zu beantragen. Ich habe nur gehofft, dass es mir besser geht und ich wieder zur&uuml;ck nach Hause gehen kann oder wenn ich in einem anderen Land leben muss, dann in einem, wo Englisch gesprochen wird. Also habe ich ein oder zwei Monate hier gelebt, ohne irgendwas zu beantragen. Meine Tante, sie ist schon lange hier, aber in Dortmund. Also den ersten Tag wusste sie nicht, dass ich ohne Papiere hier bin und sie sagte, ich muss Asyl beantragen, denn sonst bin ich illegal hier. Ich wurde dann in eine Unterkunft in Dortmund gebracht.<\/p>\n<p> \tAber ich bin nicht dort geblieben, ich blieb bei meiner Tante und dann kamen sie und sagten, ich muss nach Chemnitz. Als ich da hin kam, das war der schlimmste Tag in meinem Leben. Es war wie ein Gef&auml;ngnis &#8211; &uuml;berall waren Mauern und Z&auml;une, wenn du irgendwo hin wolltest, kam jemand mit dem Schl&uuml;ssel und musste dir die T&uuml;r aufmachen. Jedes mal, wenn das so war, hast du dich noch mehr wie in einem Gef&auml;ngnis gef&uuml;hlt. Und dort waren so schlimme Leute &#8211; Leute, die aus dem Gef&auml;ngnis ausgebrochen sind zusammen mit Familien, mit Kindern und allem. Das Heim hier (Anm. d. Red.: im Landkreis Leipzig) ist Luxus im Vergleich dazu. Aber es gibt kein Badezimmer &#8211; es gibt nur ein Loch im Boden und das ist die Dusche und es stinkt, du kannst da nicht hin. Die Leute klopfen die ganze Nacht an deine T&uuml;r, sie sind betrunken, ich bin damals erst 19 geworden &#8211; es war schrecklich.<\/p>\n<p> \tUnd du hattest dort keine Freunde oder Bekannte?<\/p>\n<p> \tNein, es war schrecklich. Alle essen am selben Ort, sie tun Medizin in das Essen, damit die verr&uuml;ckten Leute ruhig sind. Immer, wenn du gegessen hast, hast du erst mal geschlafen.<\/p>\n<p> \tAlso hast du nichts gegessen?<\/p>\n<p> \tNein, ich habe mir Obst und Gem&uuml;se gekauft. Als ich hier ankam, dachte ich &bdquo;Okay, was ist das?&ldquo;. Von au&szlig;en sieht es nicht schlimm aus, aber das ist ein Trick. Von au&szlig;en sieht es wie ein normales Haus aus, mit Garten und du denkst &quot;Es ist okay.&quot; Und dann kam ich rein und es stinkt, der Boden ist dreckig. Das Kochgeschirr ist dreckig und benutzt und auch besch&auml;digt. Es ist alles verbrannt, wie 100 Jahre alt. Du kriegst einen Metallschrank und dann gehst du ins Badezimmer, wo noch mehr Chaos herrscht. Zwei Leute m&uuml;ssen sich ein kleines Zimmer teilen.<\/p>\n<p> \tAlso musstest du dein Zimmer mit jemanden teilen, den du nicht kanntest?<\/p>\n<p> \tJa, und vielleicht ist die andere Person nicht wie du, er will nicht schlafen, sondern die ganze Nacht aufbleiben, aber du willst schlafen. Oder er ist einfach ein lauter Mensch &#8211; du hast kein Privatleben. Du lebst also mit einer anderen Person zusammen &#8211; vielleicht ist sie sauber, vielleicht aber auch nicht. Du hast keine Chance, du musst einfach mit ihr leben. Aller 15 Tage darfst du deine Bettw&auml;sche wechseln. Sie hat L&ouml;cher und ist &#8211; wie immer &#8211; dreckig. Ich hatte ein Loch in meinem Fenster und mein Rollo war auch kaputt, also habe ich den Hausmeister gebeten, es zu reparieren. Es war kalt, denn es war im Winter. Und er hat gelacht. Er hat es nicht repariert. Er hat nur gelacht, weil ich gesagt habe, dass es kalt ist. Ich habe es dann selber mit Papier dicht gemacht, damit der kalte Wind nicht rein zieht &#8211; es hat geschneit. Er macht gar nichts. Es ist wie: &raquo;Du musst nicht hier leben, also geh.&laquo;<\/p>\n<p> \tHast du eine Idee, warum er es nicht getan hat?<\/p>\n<p> \tWenn er das nicht macht, musst du zur Ausl&auml;nderbeh&ouml;rde. Aber die Ausl&auml;nderbeh&ouml;rde ist noch schlimmer als er. Er wei&szlig; also, wenn er es nicht macht, kommt auch niemand anderes und fragt, warum er das nicht macht, weil es sie nicht interessiert. Wenn du frierst oder dich schlecht f&uuml;hlst, ist es ihnen egal. Ich dachte, ich kann noch jemand anderes fragen.<\/p>\n<p> \tIch ging zur Ausl&auml;nderbeh&ouml;rde wegen der Schule. Denn wir d&uuml;rfen nicht zur Schule gehen. Aber ich bin erst 19. In meiner Schule war ich gerade im 1. Semester. Ich ging zur Ausl&auml;nderbeh&ouml;rde und fragte: &raquo;Wir sind hier in Deutschland, ihr wollt mit uns nicht in Englisch oder anderen Sprachen reden und ihr wollt nicht, dass wir irgendwo die Sprache lernen. Was sollen wir also machen?&laquo; Und sie sagte nur: &raquo;Das ist nicht unsere Angelegenheit, das muss das Schulamt machen&laquo; und dann musst du warten, bis eine Antwort kommt. Ich fragte, wann meine Antwort kommt &#8211; f&uuml;r gew&ouml;hnlich nach drei Monaten. Ich kenne Leute, die seit zwei Monaten da sind und sie haben nie eine Antwort bekommen. Es gibt Leute, die seit 9, 10 Jahren hier sind und kein Wort deutsch sprechen. Du bist zwar in Deutschland, aber es ist, als ob du nicht mit anderen Leuten in Kontakt kommen darfst. Du bleibst einfach separiert und erst wenn gesagt wird, dass du raus gehen darfst, gehst du raus. Wir sagen nichts, wir haben keine Verbindungen zu anderen Leuten. Nicht in meinem Alter, keine Freunde, niemand.<\/p>\n<p> \tDie Leute haben Depressionen. Sie werden psychisch krank. Manche t&ouml;ten sich selbst. Und manche sind so gewaltt&auml;tig, weil sie gefangen sind in diesem &raquo;Wald&laquo;, wei&szlig;t du? Es ist so weit weg. Und sie &auml;rgern sich so sehr &uuml;ber solche Kleinigkeiten. Als ich dort war, habe ich versucht, zu kochen &#8211; ich wei&szlig; nicht, wie man kocht. Ich habe noch nie gekocht, ich war Einzelkind und musste nicht kochen, nicht putzen, nichts. Als ich in Thr&auml;na war, hatte ich Hunger, also musste ich kochen, aber ich habe das Essen verbrannt. Und da war eine t&uuml;rkische Frau, die anfing zu schreien. Ich habe sie nicht verstanden, weil ich mich immer wieder entschuldigt habe und gesagt habe, dass es keine Absicht war. Sie regte sich auf, dass der Rauch in ihr Zimmer zog und ich sagte immer wieder, dass ich das nicht wollte. Ich habe sie nicht verstanden, man wird einfach verr&uuml;ckt mit der Zeit &#8211; es passiert etwas und man explodiert.<\/p>\n<p> \tDas einzige, was sie aus Spa&szlig; machen, ist wenn sie Volleyball spielen. Dann kommen sie aus ihrem Alltag raus &#8211; man sitzt nur da, isst und trinkt und wartet auf den n&auml;chsten Tag und tut dann genau dasselbe. Aber du solltest reden k&ouml;nnen, du solltest zur Ausl&auml;nderbeh&ouml;rde gehen k&ouml;nnen und nach etwas fragen k&ouml;nnen. Denn du wei&szlig;t nichts &#8211; du bist hier, du kennst die Gesetze nicht, du hast keine Ahnung, was du machen darfst und was nicht. Denn jedes Land hat sein eigenes Gesetz, also musst du wissen, was zu respektieren ist. Aber niemand redet mit dir. Die Leute sprechen Englisch und sie verstehen dich. Aber sie sprechen nicht mit dir. Sie sagen, wir sind hier in Deutschland und wir m&uuml;ssen deutsch sprechen.<\/p>\n<p> \tEs gibt Leute, der Vater, die Mutter und das Baby m&uuml;ssen zusammen in einem sehr kleinen Raum leben. Da werden die drei Betten zusammen geschoben und was von dem Raum &uuml;brig bleibt, ist ein schmaler Gang, wo noch eine Sitzm&ouml;glichkeit hingestellt wird. Ich meine, zeige mir einen Menschen, der den ganzen Tag nur schl&auml;ft&#8230;<br \/> \tWenn ich durch die Stra&szlig;en gehe, habe ich immer Angst. Die Polizei gibt dir das Gef&uuml;hl, dass du eine Kriminelle bist. Ich mache gar nichts, ich laufe einfach nur durch die Stra&szlig;e und du f&uuml;hlst dich, also ob du jemanden ermordet hast. Dabei habe ich nie irgendwas getan in meinem Leben &#8211; nichts, ich habe nicht geklaut, nichts. Aber ich habe Angst. Selbst jetzt noch.<\/p>\n<p> \tWenn irgendwas nicht stimmt und irgendwas in der Umgebung passiert, sieht dich jeder an. So wie: &raquo;Hm, sie war&rsquo;s!&laquo; Und ich denke dann immer: &raquo;Okay Leute, ich habe gar nichts gemacht.&laquo; Es ist, als ob immer, wenn irgendwas Schlimmes passiert, es deine Schuld ist. Egal ob du es warst, oder nicht &#8211; es war deine Schuld.<\/p>\n<p> \tZum Beispiel, wenn du in den Supermarkt gehst: Okay, es gibt Leute, die dort klauen, das wei&szlig; ich. Aber auf der ganzen Welt gibt es Leute, die klauen. Aber wenn sie dich sehen, geht der Sicherheitsdienst immer hinter dir. Wo immer du hingehst, der Sicherheitsdienst geht hinter dir, um zu schauen. Es gibt viele Leute, die klauen. Ich meine, es gibt Kameras, man kann mich sehen. Wenn du zu Rossmann gehst, und zum Beispiel Vitamine kaufst, &ouml;ffnet die Verk&auml;uferin alles, um zu sehen, dass du nichts geklaut hast. Und nach dir ist jemand dran und sie &ouml;ffnet nichts. Ich meine, wenn sie das machen, dann respektiere ich das, aber dann bei allen Leuten und nicht nur bei mir. Nur weil du eine dunklere Hautfarbe hast, bist du es immer. Und mit der Zeit wirst du sauer. Du fragst dich: &raquo;Warum immer ich? Was habe ich Falsches getan?&laquo;<\/p>\n<p> \tDu hast also oft das Gef&uuml;hl, dass du eine Kriminelle bist, nur weil du nicht wie jeder andere auf der Stra&szlig;e aussiehst?<\/p>\n<p> \tJa, nur weil ich keine blauen Augen habe. Im Heim ist es so, dass sich alle die Haare blond f&auml;rben. Alle. Alle ausl&auml;ndischen Frauen &#8211; nach zwei oder drei Monaten gehen sie sich ihre Haare blond f&auml;rben. Als ob sie sich verstecken. So: &raquo;Jetzt sehe ich ein bisschen mehr so aus.&laquo; Es ist so l&auml;cherlich. Manchmal beobachte ich Leute &#8211; zum Beispiel Leute aus dem Kosovo, also osteurop&auml;isch, sie sehen wie deutsche Menschen aus, also sind sie total gl&uuml;cklich. Denn niemand sieht sie an, wei&szlig;t du?<\/p>\n<p> \tUnd wenn jemand kriminell ist, warum steckt man ihn mit uns zusammen? Wir sind auch Menschen. Wir wollen nichts Gef&auml;hrliches um uns herum. Nein, sie schicken jeden da hin. Da war ein Mann aus dem Iran. Er war f&uuml;r f&uuml;nf Jahre im Gef&auml;ngnis, hier, nicht im Iran. Sie haben ihn einfach zu uns geschickt und er war psychisch krank, er war f&uuml;nf Jahre lang im Gef&auml;ngnis, was kann man erwarten? Er war immer betrunken, sa&szlig; immer am Fenster mit den Beinen drau&szlig;en und er hat alle angestarrt. Er guckt auf deine Br&uuml;ste, deinen Hintern, auf so eine sexuelle Art. Er sagte schlimme Dinge: &raquo;Lass uns Sex haben, lass uns ficken.&laquo; Was zur H&ouml;lle, ich mein, es ist sexueller Missbrauch, wenn er dich so anschaut und schlimme Dinge sagt. Du darfst nicht sagen &raquo;Okay, ich will das nicht.&laquo; Du musst damit leben.<\/p>\n<p> \tHast du ein paar Freunde gefunden?<br \/> \tHier? Nein. Denn selbst in der Schule ist die ganze Klasse mit Ausl&auml;ndern, weil es ein Deutschkurs ist. Hier ist es schwer, Freunde zu finden, denn ich bin alleine hier, ohne Familie oder irgendwas. Zum Beispiel, wenn du im Bus sitzt &#8211; niemand redet mit dir. Oder auch im Zug &#8211; niemand redet mit dir. Wenn du ins Kino gehst &#8211; niemand redet mit dir. Wenn du in die Stadt gehst &#8211; niemand redet mit dir. Es kann einfach nicht passieren&#8230;<\/p>\n<p> \tWas denkst du, warum die Leute nicht mit dir reden?<\/p>\n<p> \tIch kann die Antwort nicht finden. Vielleicht weil, ich wei&szlig; nicht, normalerweise, wenn man Leute von irgendwo her sieht, hat man dieses Bild von ihnen, das ist normal. Es gibt Leute, die sehen dich auf eine sch&ouml;ne Art und Weise an. Sie l&auml;cheln oder sie machen gar nichts, keinen Schaden, wei&szlig;t du? Aber es gibt Leute, die kennen dich nicht, sie sehen dich nur in der Stra&szlig;e und sie beginnen, schlimme Dinge zu sagen, zu gucken. Und man h&ouml;rt zu, denn am Anfang wei&szlig; man nicht, was er sagen wird, oder sie. Aber du f&uuml;hlst, dass er schlimme Dinge sagt. Der Ausdruck l&auml;sst dich merken, dass er w&uuml;tend ist, dass du hier bist. Aber was er gesagt hat, verstehst du nicht.<\/p>\n<p> \tWas w&uuml;nschst du dir f&uuml;r die Zukunft?<\/p>\n<p> \tIch m&ouml;chte meine Aufenthaltsgenehmigung und einen deutschen Pass. Au&szlig;erdem will ich gerne als Freiwillige in Kriegsgebieten arbeiten. Es gibt so viele Menschen, die Hilfe brauchen, aber niemand k&uuml;mmert sich. Dabei w&auml;re das so wichtig. Aber erst mal sollte man mit jemandem reden k&ouml;nnen, man sollte zur Ausl&auml;nderbeh&ouml;rde gehen und nach etwas fragen k&ouml;nnen &#8211; einfach ein Mensch sein!<\/p>\n<p> \tInformation zum Interview: Dieses hier in leicht gek&uuml;rzter Form wiedergegebene Interview wurde im August 2012 mit einer Asylsuchenden, die in einer Gemeinschaftsunterkunft im Landkreis Leipzig untergebracht ist, auf Deutsch von ehrenamtlichen Mitarbeitern des Bon Courage e.V. gef&uuml;hrt. Trotz der Angst der Asylsuchenden vor sp&auml;teren Konsequenzen waren diese bereit, die Gespr&auml;che zu f&uuml;hren und stimmten einer anonymisierten Ver&ouml;ffentlichung zu. An der Lebenssituation der Fl&uuml;chtlinge hat sich seitdem nicht viel ge&auml;ndert. Das Thema ist genauso aktuell wie vor zwei Jahren. Das vollst&auml;ndige Interview mit dieser und vielen weiteren Asylsuchenden finden Sie in der Brosch&uuml;re &quot;Von au&szlig;en sieht es nicht so schlimm aus &#8230;&quot; des Bornaer Bon Courage e.V.<\/p>\n<p> \tHier ist die Brosch&uuml;re erh&auml;ltlich: www.boncourage.de\/index.php5?go=856<br \/> \t&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"> \tPatrick Kulow &#8211; l-iz.de &#8211; 06.12.2014- Im Interview: eine junge Frau, die 2011 im Alter von 19 Jahren wegen des Krieges aus Lybien flieht und zu ihrer Tante will, die schon viele Jahre in Dortmund lebt. Nach mehreren Monaten in verschiedenen Heimen wird ihr in einer Gemeinschaftsunterkunft im Landkreis Leipzig ein Platz zugewiesen. Sie spricht &uuml;ber ihre Erlebnisse bei der Ankunft und ihr jetziges Leben in Angst. &#8211; Genauso unterschiedlich, wie &quot;wir Deutschen&quot; sind, genauso unterschiedlich sind auch &quot;die Fl&uuml;chtlinge&quot;, die immer nur als eine Masse gesehen werden. 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