{"id":587,"date":"2018-09-11T17:53:29","date_gmt":"2018-09-11T15:53:29","guid":{"rendered":"http:\/\/iransos.com\/deutsch\/?p=587"},"modified":"2018-09-13T17:55:08","modified_gmt":"2018-09-13T15:55:08","slug":"iranischer-revolutionsexport-in-afrika","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/iransos.com\/deutsch\/?p=587","title":{"rendered":"Iranischer Revolutionsexport in Afrika"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #808080;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium\" src=\"http:\/\/iransos.com\/deutsch\/images\/2011\/a\/af-re-ex.jpg\" width=\"600\" height=\"352\" \/>11.09.2018-\u00a0Mena-Watch &#8211;\u00a0<\/span><span style=\"color: #000000;\"><em>\u201eSeit ihrer Gr\u00fcndung 1979 hat die Islamische Republik enorme Anstrengungen unternommen, um ihre Revolution weltweit zu exportieren. Iranische Diplomaten, das Korps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) und verschiedene untergeordnete Organe haben die schiitische Doktrin verbreitet, andere Staaten zu destabilisieren versucht und sich des Terrorismus bedient. Au\u00dferdem sind sie im organisierten Verbrechen, etwa dem Dogenhandel, aktiv.\u00a0<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><!--more--><em>W\u00e4hrend Teherans Anstrengungen im Nahen Osten und Zentralasien und sogar in Lateinamerika eine Menge internationale Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben, gilt dies f\u00fcr die Bem\u00fchungen des Iran in Afrika umso weniger. Dabei hat das islamistische Regime betr\u00e4chtliche Ressourcen investiert, um seine weiche Macht und seinen Einfluss in Afrika zu vermehren. In der Tat lie\u00dfe sich behaupten, dass Teheran dabei ist, den afrikanischen Islam und die Politik in Afrika umzuformen.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><em>Der Iran hat sich vor allem darum bem\u00fcht, dem Nahen Osten seine Revolution aufzudr\u00e4ngen. Doch hat er aus mehreren Gr\u00fcnden auch Afrika als strategisch bedeutsame Region seit l\u00e4ngerem im Visier. Von den 1,2 Milliarden Afrikanern sind 45 Prozent Muslime, und der Iran wei\u00df, dass es seiner angestrebten Vormachstellung in der islamischen Welt im Weg stehen w\u00fcrde, wenn er nicht in der Lage w\u00e4re, seinen Einfluss dort ausreichend geltend zu machen. Sollte es ihm gelingen, sich der Unterst\u00fctzung der Muslime zu versichern, k\u00f6nnte er verschiedene afrikanische Regierungen unter Druck setzen. Zudem haben die afrikanischen Schiiten die Stellvertreterorganisation Teherans im Libanon, die Hisbollah, finanziell unterst\u00fctzt. Au\u00dferdem bietet eine starke Pr\u00e4senz in Afrika dem Iran Zugang zu Netzwerken und Routen, die der logistischen Unterst\u00fctzung islamistischer Gruppen im Nahen Osten dienen.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><em>Um die Herzen und \u00dcberzeugungen der afrikanischen Muslime f\u00fcr sich einzunehmen, organisieren das iranische Regime und seine Institutionen Konferenzen und religi\u00f6se und politische Veranstaltungen. Sie arbeiten mit \u00f6rtlichen Partnern zusammen und betreiben in mehr als 30 afrikanischen L\u00e4ndern mehr als 100 islamische Zentren, Schulen, Ausbildungsst\u00e4tten f\u00fcr Imame und Moscheen, die von tausenden Studierenden, Klerikern und Missionaren genutzt werden. Zudem hat Teheran verschiedenen afrikanischen Regierungen finanzielle und wirtschaftliche Anreize angeboten und zwei ihrer gemeinn\u00fctzigen Organisationen, den iranischen Roten Halbmond und das Imam Khomeini Hilfskomitee, eingesetzt, um in mehreren afrikanischen L\u00e4ndern ein breites Spektrum an kostenlosen Sozialleistungen und medizinischen Diensten anzubieten.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><em>Gemeinsam mit anderen Organisationen, verbreiten diese Teherans fundamentalistische Ideologie und nehmen gew\u00f6hnliche Muslime f\u00fcr die Au\u00dfenpolitik des Iran, seine Stellung in der islamischen Welt und sein Bestreben, den Nahen Osten zu dominieren, ein. Au\u00dferdem bieten sie dem Regime M\u00f6glichkeiten, neue Rekruten f\u00fcr die Quds-Einheit des IRGC und andere iranische Institutionen zu finden, die f\u00fcr den Terrorismus und die milit\u00e4rischen Aktivit\u00e4ten des Regimes im Ausland verantwortlich sind. (\u2026)<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><em>Teherans entschlossener Export seiner Form des schiitischen Islamismus nach Afrika stellt eine ernstzunehmende Gefahr f\u00fcr den Frieden auf dem Kontinent dar, nicht zuletzt, weil seine Ideologie die Vorstellung propagiert, der Krieg des Islam gegen den Westen sei die aktuelle Fortsetzung eines seit mehr als einem Jahrtausend w\u00e4hrenden Konflikts um die Weltherrschaft. Dabei wird Israel als ein vom Westen implantiertes Krebsgeschw\u00fcr im Herzen der islamischen Welt dargestellt, das ausgemerzt werden m\u00fcsse. Tausende afrikanische Kleriker, die in den vom Iran betriebenen Seminaren ausgebildet wurden, verbreiten diese Feindschaft dem West, den Juden und Israel gegen\u00fcber.\u201c<\/em>\u00a0(Hassan Dai: \u201e<a style=\"color: #000000;\" href=\"https:\/\/www.meforum.org\/articles\/2018\/tehran%E2%80%99s-soft-power-in-africa\">Middle Eastern Interventions in Africa: Tehran\u2019s Extensive Soft Power<\/a>\u201c)<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>11.09.2018-\u00a0Mena-Watch &#8211;\u00a0\u201eSeit ihrer Gr\u00fcndung 1979 hat die Islamische Republik enorme Anstrengungen unternommen, um ihre Revolution weltweit zu exportieren. 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