{"id":71,"date":"2013-11-06T18:23:03","date_gmt":"2013-11-06T17:23:03","guid":{"rendered":"http:\/\/iransos.com\/deutsch\/index.php\/2013\/11\/06\/nobelpreistraegerin-beklagt-menschenrechtsverletzungen-im-iran\/"},"modified":"2013-11-06T18:23:03","modified_gmt":"2013-11-06T17:23:03","slug":"nobelpreistraegerin-beklagt-menschenrechtsverletzungen-im-iran","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/iransos.com\/deutsch\/?p=71","title":{"rendered":"Nobelpreistr\u00e4gerin beklagt Menschenrechtsverletzungen im Iran"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img decoding=\"async\" class=\"caption\" src=\"images\/2011\/s\/shirin-ebaci-3.jpg\" border=\"0\" title=\"Nobelpreistr\u00e4gerin Shirin Ebadi\" width=\"120\" style=\"float: right; border: 0;\" \/>Dienstag, 5. November 2013, Reuter Deutschland, New York (Reuters) &#8211; Die Nobelpreistr\u00e4gerin Shirin Ebadi beklagt zunehmende Menschenrechtsverletzungen im Iran und fordert einen verst\u00e4rkten Einsatz der internationalen Gemeinschaft. &#8220;Leider besch\u00e4ftigt sich die Welt vor allem mit der Atomkraft und weniger mit Menschenrechten, und achtet daher nicht auf deren Missachtung&#8221;, sagte Ebadi am Montag der Nachrichtenagentur Reuters In New York.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8220;Und deswegen verschlechtert sich die Lage der Menschenrechte im Iran.&#8221; Der neue Pr\u00e4sident Hassan Ruhani sei mit dem Versprechen angetreten, die Lage zu verbessern. &#8220;Leider ist das nicht passiert.&#8221;<br \/>Ebadi nannte Zahlen des Dachverbands internationaler Menschenrechtsorganisationen FIDH, wonach zwischen Mitte Juni und Oktober mehr als 200 Menschen hingerichtet worden seien, darunter wohl auch vier Minderj\u00e4hrige. Das seien doppelt so viele wie vor einem Jahr, als noch der f\u00fcr seine harte Linie bekannte Mahmud Ahmadinedschad Pr\u00e4sident war. Die Anw\u00e4ltin Ebadi, die 2003 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde und im britischen Exil lebt, forderte die Europ\u00e4ische Union auf, bei einer L\u00f6sung des Atomstreits die Beziehungen zum Iran nicht vorschnell zu normalisieren, bevor sich die Lage der Menschenrechte verbessere.<br \/>Zugleich sprach sie sich f\u00fcr ein Ende der Wirtschaftssanktionen gegen das Land und stattdessen f\u00fcr gezielte Strafma\u00dfnahmen gegen die Regierung aus. Die Sanktionen belasteten die Menschen in der Islamischen Republik sehr, verteuerten Lebensmittel, einige Medikamente seien nicht mehr erh\u00e4ltlich. Sie sollten daher etwa gegen Reiseverbote f\u00fcr Regierungsmitglieder ersetzt werden. Auch sollten iranische Radio- und TV-Programme nicht mehr \u00fcber Satelliten im Westen verbreitet werden. &#8220;Auf diese Weise k\u00f6nnen wir die Propaganda-Mikrofone der Regierung ausschalten.&#8221;<br \/>Ein Sprecher der iranischen Mission bei den Vereinten Nationen verwies darauf, dass seit dem Amtsantritt Ruhanis alle Regierungsbeschwerden Journalisten gegen\u00fcber fallengelassen worden seien, 86 politische H\u00e4ftlinge seien freigekommen. Daneben habe Ruhani eine Menschenrechtscharta f\u00fcr den Iran in Auftrag gegeben. Der als gem\u00e4\u00dfigt geltende Ruhani hatte sich bei der Wahl im Juni gegen seine konservativen Konkurrenten durchgesetzt und steht seit August an der Spitze der Regierung.<br \/>&#8211; von Louis Charbonneau<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img decoding=\"async\" class=\"caption\" src=\"images\/2011\/s\/shirin-ebaci-3.jpg\" border=\"0\" title=\"Nobelpreistr\u00e4gerin Shirin Ebadi\" width=\"120\" style=\"float: right; border: 0;\" \/>Dienstag, 5. 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