{"id":73,"date":"2013-11-07T12:32:23","date_gmt":"2013-11-07T11:32:23","guid":{"rendered":"http:\/\/iransos.com\/deutsch\/index.php\/2013\/11\/07\/iranische-regierung-ueberdenkt-netzsperren\/"},"modified":"2013-11-07T12:32:23","modified_gmt":"2013-11-07T11:32:23","slug":"iranische-regierung-ueberdenkt-netzsperren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/iransos.com\/deutsch\/?p=73","title":{"rendered":"Iranische Regierung \u00fcberdenkt Netzsperren"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img decoding=\"async\" src=\"images\/2011\/f\/facebook.jpg\" border=\"0\" width=\"120\" align=\"right\" style=\"float: right; border: 0;\" \/>06.11.2013 &#8211; Gulli &#8211; Iranische B\u00fcrger haben erstmals eine realistische Chance darauf, soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter nutzen zu k\u00f6nnen. So sprach sich der iranische Kulturminister Ali Dschannati \u00f6ffentlich daf\u00fcr aus, nationale Netzsperren abzuschaffen. Auch das Staatsoberhaupt, Pr\u00e4sident Hassan Rohani vertritt die Meinung, dass den Bewohnern des Landes ein freies Internet nicht vorenthalten werden d\u00fcrfe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit 2009 sind weite Teile des \u00f6ffentlichen Internets im Iran nicht mehr erreichbar. Der ehemalige radikale Pr\u00e4sident Mahmud Ahmadinedschad lie\u00df damals strenge Netzfilter einrichten, die den B\u00fcrgern Zugang auf freies Wissen und Meinung verbieten sollten. Bis heute sind auch soziale Plattformen wie Facebook oder Twitter von diesen Restriktionen betroffen.<br \/>Durch den Amtsantritt des als gem\u00e4\u00dfigt geltenden Hassan Rohani, wachsen jedoch die Hoffnungen der iranischen Internetnutzer, dass den Internetsperren ein Ende bereitet wird. Nun \u00e4u\u00dferte sich der iranische Kulturminister Ali Dschannati \u00f6ffentlich zu dem Anliegen der Bev\u00f6lkerung und forderte ausdr\u00fccklich die Abschaffung der Netzfilter. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur BBC sei es dem Minister besonders wichtig, dass Facebook innerhalb der Landesgrenzen wieder frei verf\u00fcgbar ist.<br \/>Grunds\u00e4tzlich ist es den betroffenen Nutzern auch heute schon m\u00f6glich, gesperrte Webpr\u00e4senzen aufzurufen. Die einfachste L\u00f6sung, um die Filter zu umgehen, sind sogenannte VPN-Server, die den anfallenden Traffic durch das Ausland leiten. Auch \u00fcber das Tor-Netzwerk kann man die Regierungsma\u00dfnahmen austricksen. Derartige Methoden stehen durch das strenge Rechtssystem allerdings unter Strafe.<br \/>Ob es in n\u00e4chster Zeit zu einer Verbesserung der Situation kommt, h\u00e4ngt allerdings nicht nur von Dschannatis Einstellung ab. Zwar pl\u00e4dierte auch Pr\u00e4sident Rohani \u00f6ffentlich daf\u00fcr, Facebook und Co. zu legalisieren. Jedoch unterstehen die Restriktionen einer Art &#8220;Filter-Komitee&#8221;, das f\u00fcr Auflockerung der Sperren ebenfalls gr\u00fcnes Licht geben muss. Mit diesem Ausschuss will der Kulturminister nun in Kontakt treten, um die Mitglieder von einer \u00c4nderung der Filter zu \u00fcberzeugen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img decoding=\"async\" src=\"images\/2011\/f\/facebook.jpg\" border=\"0\" width=\"120\" align=\"right\" style=\"float: right; border: 0;\" \/>06.11.2013 &#8211; Gulli &#8211; Iranische B\u00fcrger haben erstmals eine realistische Chance darauf, soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter nutzen zu k\u00f6nnen. So sprach sich der iranische Kulturminister Ali Dschannati \u00f6ffentlich daf\u00fcr aus, nationale Netzsperren abzuschaffen. 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