Politische Gefangene Herr Waliolah Feizmahdavi, während eines Hungerstreiks einen Herzinfarkt erlitt

Wien, 04.09.06 -IranSOS- Mit tiefer Besorgnis haben wir gestern erfahren, dass der politischen Gefangene Herr Waliolah Feizmahdavi, der seit 5 Jahren auf sein Todesurteil wartete, während eines Hungerstreiks einen Herzinfarkt erlitt und höchstwahrscheinlich daran gestorben ist. Herr Feizmahdavi wurde anfangs zum Tode verurteilt und nach 5 Jahren Haft aufgrund internationaler Bemühnungen zur lebenslangen Haft begnadigt.

An: Amnesty International
 
Sehr Geehrte Damen und Herren,
 
 Mit tiefer Besorgnis haben wir gestern erfahren, dass der politischen Gefangene Herr Waliolah Feizmahdavi, der seit 5 Jahren auf sein Todesurteil wartete, während eines Hungerstreiks einen Herzinfarkt erlitt und höchstwahrscheinlich daran gestorben ist.
Herr Feizmahdavi wurde anfangs zum Tode verurteilt und nach 5 Jahren Haft aufgrund internationaler Bemühnungen zur lebenslangen Haft begnadigt.
Nach der Revidierung seines Todesurteil hat er den Menschenrechtsaktivisten mitgeteilt, dass die Behörden des Rajaeishahr-Gefängnis in Karaj ihn fast täglich darauf aufmerksam gemacht haben, dass sein Name noch immer auf der Hinrichtungsliste steht und es jeden Augenblick möglich wäre, das Urteil zu vollstrecken.
Herr Feizmahdavi hat mehre Male um ein Treffen mit seinem Anwalt Dr. Sharif angesucht, welches von Seiten der iranischen Behörden aber abgelehnt wurde.
Er hat mehrmals gefordert, ins Evin-Gefängnis überstellt zu werden, wo sich die anderen politischen Gefangenen befinden.
Am 25.08.2006 hat er uns über iranische Menschenrechtaktivisten mitteilen lassen, dass er einen Hungerstreik antreten will, bis seine drei Forderungen erfüllt sind:
 
 
    1.    Treffen mit seiner Anwalt
    2.    Überstellung ins Evin-Gefängnis
    3.    Schriftliche Mittelung der Aufhebung seines Todesurteils an die Gefängnisleitung
 
 
Er teilte weiter mit: Obwohl sein Todesurteil vom Höchstgericht aufgehoben wurde, sagten die Gefängnisbehörden, dass ihnen darüber keine schriftliche Mitteilung vorliege. Sein Hinrichtungstermin könne jede Sekunde stattfinden. Er vertrat die Auffassung, dass seine Wünsche nur dem Minimalrecht jedes Gefangenen entsprechen. Da diesen die Realisierung verweht blieb, entschied er sich dazu, in Hungerstreik zu treten.
Wir haben am sechsten Tag seines Hungerstreiks erfahren, dass er sich in sehr schlechtem körperlichem Zustand befindet. Er litt an Schüttelkämpfen und an Schwindel. Sein Blutdruck war sehr niedrig und wurde immer schwächer.
An 9. Tag seines Hungerstreiks gegen ca. 20 Uhr (Ortzeit) ist sein Gesundheitszustand noch schlimmer geworden.
Seine Mithäftlinge haben die Wache über seinen gravierend schlechten gesundheitlichen  Zustand informiert. Sie haben die Wächter gebeten, ihn in die Gefängnisambulanz zu bringen. Die Wächter aber haben diesen Wunsch nicht akzeptiert und gesagt, dass er bis morgen schon nicht sterben werde.
Ein paar Minuten später trat der Herzstillstand ein. Seine Mithäftlinge haben wiederum die Wächter informiert und erst einige Stunden später wurde sein Körper zu einem unbekannten Ort gebracht. Eine Gruppe von studentischen Menschenrechtaktivisten hat uns gestern mitgeteilt, dass Waliolah Feizmahdavi einen Hirninfarkt bekommen hat und ins Krankenhaus gebracht wurde.
Heute allerdings haben wir erfahren, dass Sohrab Solimani, Generaldirektor der Teheraner Gefängnisanstalten, über den ‚Selbstmord’ von Waliolah Feizmahdavi gesprochen hat.
 
Er sagte: „Der zum Tode verurteilte Terrorist Feizmahdavi, ein aktives Mitglied der Organisation der Volksmujaheddin, hat sich heute in der Gefängnisdusche selbst erhängt. Seine Tat wurde von Mithäftlingen entdeckt und an die Gefängnisleitung mitgeteilt. Er wurde zuerst in die Gefängnisambulanz gebracht und nach Erste-Hilfe-Behandlungen ins Shariati Krankenhaus transportiert. Solimani hat den Hungerstreik des Gefangenen mit keinem Wort erwähnt.
Aber der Rechtsanwalt von Feizmahdavi hat in einem Interview mit der ISNA (Iranische Studentennachrichtenagentur) den Hungerstreik seines Mandaten bestätigt. Herr Dr. Sharif hat auch dazu gesagt, dass keine schriftliche Mitteilung über die Aufhebung des Todesurteils an  die Gefängnisbehörde zugestellt wurde. Er hatte daraufhin eine Anfrage an die Justiz gestellt, und bis heute keine Antwort erhalten.
Wir wurden heute auch von dem bekanntem Menschenrechtaktivisten Kianoush Sanjari schriftlich erfahren, dass die Häftlinge im Part 2 des Rajaeishahr-Gefängnis ihn telefonisch über den Herzinfarkt von Waliolah Feizmahdavi informiert haben. Sanjari berichtet weiter, dass Feizmahdavi unter der Mithilfe anderer Häftlinge in die Gefängnisambulanzgebracht wurde. Als er in der Ambulanz stationiert wurde, hat der Gefängnisbeamte ‚Shahbazi’“ aus der Informatikabteilung zu den Mithäftlingen gesagt, dass er einen Hirninfarkt bekommenhat und deshalb aus dem Gefängnis gebracht werden musste.
Sanjari’s Bericht spricht auch von einem Mithäftlingen namens Karami Kheirabadi, der  Erste-Hilfe-Kenntnisse hat und deshalb zu Feizmahdavi’s Bett gerufen wurde.
Er sagte, dass Feizmahdavi „zu 80 Prozent tot“ sei.
Es wurde auch weiters berichtet, dass der politische Gefangene am Abend seines Herzinfarkts mit Gefängnisdirektor Moghanian und seinem Assistenten Alimohammadi über seine Probleme gesprochen hat. Sie haben ihm aber folgendes mitgeteilt: „Mach alles, was du willst. Akbar Mohammadi ist auch tot und es ist nichts passiert.“
 
 
Wir bitten Euch ganz höflich, den UNO-Menschenrechts-Rat zu bitten, ein Untersuchungskomitee in den Iran zu schicken, um die iranischen Gefängnisse zu besuchen und mit den politischen Häftlingen über ihre Haftbedingungen zu sprechen.
Wir glauben, dass das iranische Regime vorhat, wieder ein großes Massaker gegen politische Gefangene zu veranstalten, wie vor 18 Jahren als eine Massenermordung ausgeführt wurde.
 
Bitte helfen Sie den politischen Gefangenen im Iran, bevor es zu spät ist.
 
Für den Menschenrechtsverein IRAN SOS
Mojab Seyed Yoosef
Obmann und Schriftführerstellvertreter
 
Wien, am 04.09.06
Kopie an Medien

Ersuchen wir um Unterstützung  für zahlreiche iranischen Asylbewerber/Innen im Brüssel

‫Wien, 06.07.206‬ -IranSOS- Liebe Freunde und Freundinnen, Genossen und Genossinnen. Laut Informationen und Foto- Report unserer Sektion im Brüssel ersuchen wir um Unterstützung in folgender Angelegenheit:
 

Es ist der Zweite Woche, dass zahlreiche iranischen Asylbewerber/Innen  aus  Angst vor Abschreibung nach iran zum Hungerstreik Aufgerufen haben. Folgende  Foto- Report zeigt  die Hungerstreikenden Asylbewerber/innen am Dachgeschoss der Minim Kirche in Brüssel
 
Laut islamischen Strafgesetzes im iran droht  im Fall der Abschiebung Inhaftierung, Folter; Vergewaltigung und auch Todesstrafe.
Wir bitten  Sie mit Protestbriefen die Hungerstreikenden iranischen Flüchtlingen zu unterstützen.
 http://www.unhcr.org/cgi-bin/texis/vtx/contact
Mojab Seyed Yoosef
IranSOS
Obmann

Offenen Berief an Herr Dr. PilzDer Übertragung der Daten von iranischen politischen Flüchtlingen an den iranischen Geheimdienst

Wien am 12.6.06 -IranSOS- Man soll mit den Faschisten nicht zusammenarbeiten, sondern sie verurteilen und dagegen kämpfen. Aufgrund der zahlreichen Zusammenarbeit der österreichischen Bundesregierung mit dem iranischen Regime, ersuchen wir sie ein Untersuchungskomitee zu beauftragen, um genaue Untersuchungen durchführen zu‫ ‬können.

Sehr geehrter Herr Dr. Pilz,
 
Guten Tag, heute haben wir über ihre Veröffentlichung bezüglich der Übertragung der Daten von iranischen politischen Flüchtlingen an den iranischen Geheimdienst erfahren.
Vorerst wollen wir uns für ihre Bemühungen bedanken. Sie haben unsere volle Unterstützung. Wir verurteilen die Zusammenarbeit der österreichischen Regierung mit den religiösen Faschisten aufs äußerste.
Man soll mit den Faschisten nicht zusammenarbeiten, sondern sie verurteilen und dagegen kämpfen.
Aufgrund der zahlreichen Zusammenarbeit der österreichischen Bundesregierung mit dem iranischen Regime, ersuchen wir sie ein Untersuchungskomitee zu beauftragen, um genaue Untersuchungen durchführen zu‫ ‬können.
Vorheriges Jahr haben wir über den Besuch der Regierungsdelegation des iranischen Innenministeriums am Bundesausbildungszentrum Traiskirchen erfahren.
Laut Bericht der Gemeindezeitung Traiskirchen vom 4. März 2005 hat am 10. Februar 2005 das Bildungszentrum der Sicherheitsakademie hochrangigen Besuch aus dem Iran erhalten.
Weiters berichtet die Gemeindepost Traiskirchen, dass eine sechsköpfige Delegation, bestehend aus den höchsten Polizeifunktionären der iranischen Republik sich über die Ausbildungsstandarte der‫ ‬österreichischen Exekutive informierte.
Begrüßt wurde die Delegation vom Hausherren Brigadier Rupert Fehringer, die weitere Betreuung oblag Major Georg Haberler von der Sicherheitsakademie.
Weiters haben wir auch über die Verhandlung über den möglichen Kauf einer österreichischen Bundesheerkaserne in Niederösterreich erfahren. Weiterhin müssen wir sie darauf aufmerksam machen, dass die iranischen Spezialeinheiten seit Jahren das WEGA – Ausbildungszentrum in Wiener Neustadt besuchen.
Es heißt, dass iranische Sicherheitskräfte im neutralen Österreich die Möglichkeit haben für weitere Unterdrückung der iranischen Bevölkerung.
Sie lernen in ihrer Ausbildung wie sie das iranische Volk unterdrücken, foltern, vergewaltigen und mit österreichischen Waffen ermorden können.
Das ist nicht im Sinn der österreichischen Verfassung und es wird dramatische Auswirkungen auf die iranische Bevölkerung haben.
Wir bitten sie ihre heutigen Mitteilungen für die Übersetzung in die persische Sprache uns zu schicken.
 
Mit freundlichen Grüßen,
 
für den Verein IRAN-SOS
Mojab Seyed Yoosef  
Wien am 12.6.06
 
 

Offene Brief an Österreichische Außenministerin

Wien, 13.05.06 -IranSOS- Am 7 Februar 2006 das iranisches Regimes hat der politische Gefangene Herr Hojat Zamani (31Jh.) nach mehr als 4/5 Jahren Haft Hingerichtet. Das Iranische Regime hat vor noch weitere 7 politische Gefangene Hinzurichten.

An: Frau Dr. Ursula Plassnik Österreichische Außenministerin
Guten Tag Frau Außenministerin.
 
Das Iranische Regime hat ähnliches Massaker wie im Sommer 1988 gegen Politischem Gefangenen geplant.
Am 7 Februar 2006 das iranisches Regimes hat der politische Gefangene Herr Hojat Zamani (31Jh.) nach mehr als 4/5 Jahren Haft Hingerichtet.
Das Iranische Regime hat vor noch weitere 7 politische Gefangene Hinzurichten.
Die Namen  von zum Todeverurteilten Personen lauten:
1-     ‪Herr Valiollah Feiz Mahdavi‬
2-     ‪Herr Assad Shaghaghi‬
3-     ‪Herr Saeed Masouri‬
4-     ‪Herr Gholamhossein Kalbi‬
5-     ‪Herr Mansour Pour-Mansouri‬
6-     ‪Herr Khaled Hardani‬
7-     ‪Herr Alireza Karami Khairabadi‬
 
Die genanten politischen Gefangenen im Gohardasht Gefängnis nach Ermordung Herr Hojat Zamani  traten am 16. Februar 2006 Hungerstreik, um damit gegen die Hinrichtung Zamanis zu protestieren.
 
Das Regime hat vor dass, der Politische Gefangene Herr Valiollah Feiz Mahdavi am Dienstag den 16.Mai.2006 Hinzurichten.
Noch  nur wenige Tagen bis zur Hinrichtung Valiollah Feiz Mahdavi.
Er ist 27 Jahre alt und soll am 16. Mai 2006 hingerichtet werden
 
Auf neuen 30 sekundigen Tonkassetten, die am 11. Mai 2006 Per E-Mail an uns zugeschickt wurde, Herr Mahdavi um Hilfe gerufen.  Der Junge politische Gefangene Herr Valiolah Feiz Mahdavi Ruft alle Menschenrechtorganisationen sowie alle demokratischen Menschen auf, um seiner Hinrichtung zu verhindern.
 
Aufnahme Text:
„Ich bin Valiollah Feiz Mahdavi und wurde im Oktober 2000 verhaftet wegen Verdachtes auf Gefährdung der nationalen Sicherheit und versuchter Flucht aus dem Iran, um der iranischen Volksmudschaheddin im Irak beizutreten.
Da ich ein politischer Gefangener bin und keinerlei terrorristische Attentate gegen das Regime getan habe und nur wegen meines Glaubens und meiner Überzeugung im Gefängnis bin, fordere ich alle Freiheitsanhänger und Menschenrechtsorganisationen auf meine Hinrichtung zu verhindern und diese unmenschliches vorhaben des Regimes zu stoppen“.
 
In Namen der Menschenrecht und Freiheit
Bitten wir, Sie gegen die Geplante Hinrichtungen sich Einzusetzen und sich Bemühen die Hinrichtung zu STOPPEN.
Hochachtungsvoll
Für den Verein
Internationales Rettungskomitee für Iraner/Innen
IRAN SOS
Obmann
Mojab Seyed Yoosef
Wien, am 13.05.06

IRAN SOS Ruft Frau Dr. Angela Merkel Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland zu Hilfe auf

Wien, 13.05.06 -IranSOS- Das Iranische Regime hat ähnliches Massaker wie im Sommer 1988 gegen Politischem Gefangenen geplant. Am 7 Februar 2006 das iranisches Regimes hat der politische Gefangene Herr Hojat Zamani (31Jh.) nach mehr als 4/5 Jahren Haft Hingerichtet.

Das Iranische Regime hat vor noch weitere 7 politische Gefangene Hinzurichten.An: Frau Dr. Angela Merkel Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland
 
Guten Tag Frau Bundeskanzlerin!
 
Das Iranische Regime hat ähnliches Massaker wie im Sommer 1988 gegen Politischem Gefangenen geplant.
Am 7 Februar 2006 das iranisches Regimes hat der politische Gefangene Herr Hojat Zamani (31Jh.) nach mehr als 4/5 Jahren Haft Hingerichtet.
Das Iranische Regime hat vor noch weitere 7 politische Gefangene Hinzurichten.
Die Namen  von zum Todeverurteilten Personen lauten:
1-     ‪Herr Valiollah Feiz Mahdavi‬
2-     ‪Herr Assad Shaghaghi‬
3-     ‪Herr Saeed Masouri‬
4-     ‪Herr Gholamhossein Kalbi‬
5-     ‪Herr Mansour Pour-Mansouri‬
6-     ‪Herr Khaled Hardani‬
7-     ‪Herr Alireza Karami Khairabadi‬
 
Die genanten politischen Gefangenen im Gohardasht Gefängnis nach Ermordung Herr Hojat Zamani  traten am 16. Februar 2006 Hungerstreik, um damit gegen die Hinrichtung Zamanis zu protestieren.
 
Das Regime hat vor dass, der Politische Gefangene Herr Valiollah Feiz Mahdavi am Dienstag den 16.Mai.2006 Hinzurichten.
Noch  nur wenige Tagen bis zur Hinrichtung Valiollah Feiz Mahdavi.
Er ist 27 Jahre alt und soll am 16. Mai 2006 hingerichtet werden
 
Auf neuen 30 sekundigen Tonkassetten, die am 11. Mai 2006 Per E-Mail an uns zugeschickt wurde, Herr Mahdavi um Hilfe gerufen.  Der Junge politische Gefangene Herr Valiolah Feiz Mahdavi Ruft alle Menschenrechtorganisationen sowie alle demokratischen Menschen auf, um seiner Hinrichtung zu verhindern.
 
Aufnahme Text:
„Ich bin Valiollah Feiz Mahdavi und wurde im Oktober 2000 verhaftet wegen Verdachtes auf Gefährdung der nationalen Sicherheit und versuchter Flucht aus dem Iran, um der iranischen Volksmudschaheddin im Irak beizutreten.
Da ich ein politischer Gefangener bin und keinerlei terrorristische Attentate gegen das Regime getan habe und nur wegen meines Glaubens und meiner Überzeugung im Gefängnis bin, fordere ich alle Freiheitsanhänger und Menschenrechtsorganisationen auf meine Hinrichtung zu verhindern und diese unmenschliches vorhaben des Regimes zu stoppen“.
 
In Namen der Menschenrecht und Freiheit
Bitten wir, Sie gegen die Geplante Hinrichtungen sich Einzusetzen und sich Bemühen die Hinrichtung zu STOPPEN.
Hochachtungsvoll
Für den Verein
Internationales Rettungskomitee für Iraner/Innen
IRAN SOS
Obmann
Mojab Seyed Yoosef
Wien, am 13.05.06

Das iranische Regime hat das Nervengas Sarin gegen Iraner/Innen eingesetzt!!!

Wien 23.02.06 – IranSOS- Laut unseren Informationen hat die iranische Regierung das Nervengas Sarin gegen Iraner/Innen in der Stadt Ghom eingesetzt. Sarin wurde 1938 während der Forschung an Phosphorverbindungen für den Einsatz als Insektenvernichtungsmittel von einer Forschungsgruppe um den Chemiker Dr. Gerhard Schröder entdeckt. Auftraggeber der Forschung war wie auch bei Tabun und Soman die IG Farben.

„Das iranische Regime hat das Nervengas Sarin gegen Iraner/Innen eingesetzt!!!“ weiterlesen

Übersetzung eines Briefes von einem politischen Gefangenen im Iran

Als die Türwächter meine geketten Hände und Füssen sah stellte er mir die Frage:“ Was haben Sie getan?“ Bevor ich ihm antworten konnte, sagte der Agent des Sicherheitsministeriums, welcher mich begleitete: „ Er ist ein Dieb“. Der Agent nannte sich Herr „ Haghgou“. Ich erwiderte darauf sofort: „ ich bin kein Dieb, sondern ich bin ein Regimegegner und  ich habe mich gegen das Regime eingesetzt.“

An: Amnesty international,
Sehr geehrte Damen und Herren!
Folgende Zeilen sind eine Übersetzung eines Briefes von einem politischen Gefangenen im Iran, welchen wir (Iran SOS) von Menschenrechtsaktivisten im Iran zugeschickt bekommen haben.
 
Ein paar Worte über das Gericht welches mich zum Tod verurteilt hat:
 
 
Als die Türwächter meine geketten Hände und Füssen sah stellte er mir die Frage:“ Was haben Sie getan?“ Bevor ich ihm antworten konnte, sagte der Agent des Sicherheitsministeriums, welcher mich begleitete: „ Er ist ein Dieb“. Der Agent nannte sich Herr „ Haghgou“. Ich erwiderte darauf sofort: „ ich bin kein Dieb, sondern ich bin ein Regimegegner und  ich habe mich gegen das Regime eingesetzt.“
Herr Haghgo war total überrascht. Er rechnete nicht damit, dass ich ihm widersprach, und gab mir einen starken Fußtritt ins Knie.
 Obwohl seine Name übersetzt „ehrlich“ bedeutet, ist er in Wahrheit ein großer Lügner.
 
 Bevor wir in den Saal mit den Reportern, den Journalisten mit ihr Kameras und  den zahlreichen Agenten des Sicherheitsministeriums ( sie nennen sich „  Namenlosen Soldaten der Imam Zaman“) traten, sagte  Herr  Haghgou  zu mir:
 „ Mach deine Ohren auf und hör  zu was ich dir sage.
 Der Iran ist ein freies Land und von Journalisten werden dir verschiedenen fragen gestellt. Aber du darfst nicht antworten. Alles klar?“
Er schaffte es sich innerhalb von zwei Sätzen sich selbst zu widersprechen.
Ich sagte zu ihm:
 „Wenn das islamische Land ein freies Land ist, warum habe ich dann nicht das Recht die Wahrheit zu sagen“?
Haghgo antwortete: „ Rede  nicht zu viel und tue was ich dir gesagt habe.“
 
Im Verhandlungssaal  verlas der Richter Mulla Movahedikermani vor allen Journalisten alles was ihm vom Sicherheitsministerium als Klageschrift diktiert worden war.
Als das offene Gericht mit Anwesenheit der Journalisten beendet war, wurde ich in einen anderen Raum überstellt, wo der zweite Teil der Gerichtsverhandlung stattfinden sollte. Die Anwesenheit von Journalisten war nicht gestattet.
Nach paar Minuten trat  Mullah  Mowahedikermani ein. Er legte mir einen Brief vor, welchen ich vor 17 Jahren an meinem Freund in Australien geschickt hatte. Die Sätze welche nach Ansicht des Sicherheitsministeriums eine Beleidigung des Gottesstaates darstellten, waren mit Leuchtstift markiert.
 
Der Richter bat mich um Stellungnahme.
Ich antwortete: “ Das Sicherheitsministerium hat mir meine Brille weggenommen und ich  kann ohne sie nicht lesen. Daher kann ich auch nicht bestätigen, ob der Brief von mir ist.“  
Mowahedkermani sagte: „ Die Briefen sind von ihnen und ihrem Freund in Australien.
Ich sagte: „ Nehmen wir an, dass sie von mir stammen und auch paar beleidigende Worte dort von mir geschrieben wurden, aber die Zensur von privaten Mitteilungen verstößt ebenso gegen das Gesetzes. So eine Tat ist eine noch schlimmere Beleidigung des Landesgesetzes als  meine schriftlichen Ausführungen“.
Der Richter sagte weiters zu mir: „ Sie hatten  vor 13 Jahren Telefongespräche Briefverkehr  mit Herrn Shahzari, dem ehemaligen Oberpriester des Zeretorsta Tempels im Iran. Was sagen Sie da zu?“
Ich antwortete: „Sie behaupten in der Islamischen Republik sind alle Religionen frei. Jede Glaubensrichtung kann ihre religiösen Zeremonien  veranstalten. Aber in Wirklichkeit schaut es völlig anders aus. Sie kontrollieren nicht nur den privaten Briefverkehr und die Telefongespräche, sondern Sie erlauben sich in die  Privatangelegenheiten von anderen Staatbürgen einzumischen.
Der Richter sagte: „ Zuerst schreiben Sie diese Antwort und zwar genau so wie Sie es formuliert haben, später bekommen Sie die Antwort auf ihre Fragen.“
 
Ich bin ein Moslem, aber ich bekannte mich im Irak und Jordanien als Anhänger der Zaratustra Religion.
Ich wusste, dass die jordanischen Behörden, als ich in den Iran abgeschoben wurde, diese Information an die iranischen Behörden weitergeleitet haben. Die Methoden erinnern an die dunkle Zeit der Inquisition im Mittelalter und deshalb wurde ich zum Tod verurteilt.
 
Nachher wurde ich wieder ins Gefängnis überstellt.
Alireza Karami Kheirabadi
Im Radjaeishahr Gefängnis der Stadt Karadj
 
 
Kopie an:
HRW, UNHRC,
und …
 
Internationales Rettungskomitee für IranerInnen
IRAN SOS
 
Wien,  am
01.11.2006
 
International Committee to Save Iraninans
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