Über 800 Läden wegen «unangemessener» Kleidung geschlossen

05.09.2016, nzz – (afp) Die iranische Polizei hat Hunderte von Geschäften geschlossen, weil in diesen «unangemessene» Mäntel verkauft wurden. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna am Montag.

Demnach verwarnten die Beamten zunächst mehr als 3000 Läden. Von ihnen seien dann in den vergangenen eineinhalb Monaten gut 800 geschlossen worden, weil sie die Verwarnung missachteten.

In Iran sind seit geraumer Zeit Mäntel mit englischen Aufdrucken wie «Keep Calm. I’m the Queen» («Bleib Ruhig. Ich bin die Königin») in Mode. Ausserdem zogen vorn offene Mäntel ohne Knöpfe oder Kleidungsstücke mit kurzen Ärmeln den Unmut der Behörden auf sich. Die Polizei verbot daraufhin den Verkauf und das Tragen dieser Mäntel.

Nach iranischem Gesetz müssen Frauen in der Öffentlichkeit Haare und Körper verbergen, meist nutzen sie dazu einen Tschador. Seit etwa fünfzehn Jahren kommen aber auch immer kürzere und engere Mäntel in Mode.

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