Zunehmende Armut und Kinderarbeit im Iran

Aufgrund der zerstörerischen Politik der iranischen Regierung herrscht im Iran eine gesellschaftliche und ökonomische Krise. Die Bedingungen der Bevölkerung verschlechtern sich täglich. Kinder sind mit am stärksten von der Krise betroffen.

Freitag, 19 Okt. 2018, ANF- Überall im Iran gehört Kinderarbeit mittlerweile zum Straßenbild. Die Kinderarbeit nimmt mit den sich verschlechternden ökonomischen Bedingungen immer größere Ausmaße an.

Die reformorientierte Nachrichtenagentur ILNA, die sich mit den sozialen Problemen im Iran beschäftigt, veröffentlichte einen Bericht, der insbesondere die Situation in den Armenvierteln und die der armen Kinder in den Fokus nimmt. Dem Bericht nach gibt es im Iran zwei Millionen arbeitende Kinder. Nach inoffiziellen Statistiken heißt es aber, dass die wirkliche Zahl bei etwa sieben Millionen liegt. Es ist bekannt, dass die offiziellen Statistiken im Sinne der Regierung geschönt werden. Dennoch steigt auch laut ILNA-Bericht die Zahl der Kinderarbeit immer weiter an, gleichzeitig sinkt der Altersdurchschnitt der betroffenen Kinder.

In dem Bericht heißt es: „Die ökonomische Krise und die Verschlechterung der Möglichkeiten für benachteiligte Familien ihren Lebensunterhalt zu verdienen, drängt die Kinder in die Arbeit. Jeden Tag sind zur Schulzeit Kinder beim Betteln, Verkaufen oder beim Müll-Sammeln zu sehen.“

In dem Bericht wird betont, dass die ersten Opfer der ökonomischen Gewalt Kinder sind und dass sie die Schule verlassen und arbeiten müssen, um für ein Auskommen ihrer Familie zu sorgen. Über 19 Millionen Arme leben im Iran in Slums, schreibt ILNA.

Der Iran ist in vielerlei Hinsicht eines der reichsten Länder der Welt, aber 80 Prozent der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze. Während einerseits große Armut besteht und die Hälfte der Bevölkerung über keine eigene Wohnung verfügt, konzentriert sich der Reichtum des Landes auf eine Minderheit von vier Prozent.

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