UN-Bericht über die Menschenrechtslage im Iran

Von Peitschenhieben bis zur Todesstrafe: Der Bericht geht auch auf die Verfolgung von sexuellen Minderheiten im Iran ein.

Kersten Knipp, Deutsche Welle -27. Februar 2021-  Die Beamten interessierten sich für alles, was in der Wohnung des jungen Mannes Aufschluss über die „Verfehlungen“ des Beschuldigten geben könnte, vom Wäscheschrank bis zum Computer. Denn Sahand, so der Name des jungen Mannes, hatte gegen die Prinzipien und Gesetze der Islamischen Republik Iran verstoßen: Er war in flagranti erwischt worden, im Bett mit einem anderen Mann. Ein Verwandter hatte die beiden ertappt. (…)

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Deutschland und 46 andere Staaten prangern Unterdrückung im Iran an

25.09.2020-epd- Genf (epd). Deutschland und 46 andere Staaten haben vor dem UN-Menschenrechtsrat Folter, Unterdrückung und Gewalt gegen Oppositionelle im Iran verurteilt. Die andauernden Menschenrechtsverletzungen im Iran seien sehr besorgniserregend, sagte der deutsche Botschafter bei den UN, Michael Freiherr von Ungern-Sternberg, am Freitag in Genf.

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UN: Iran soll Hinrichtung von junger Frau aussetzen

26.06.14-DieWelt- Zwangsverheiratete Frau tötete 17-jährig ihren Mann- Die UN-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay hat Teheran aufgefordert, die "bevorstehende" Hinrichtung einer jungen Iranerin wegen Ermordung ihres Mannes auszusetzen. In einer Erklärung protestierte Pillay gegen den "unannehmbaren Einsatz der Todesstrafe gegen minderjährige Kriminelle im Iran". Nach UN-Angaben warten dort 160 von ihnen auf ihre Hinrichtung.

In Pillays Erklärung heißt es, die Hinrichtung Minderjähriger sei durch das Völkerrecht – "unabhängig von den Umständen des Verbrechens" – eindeutig verboten. Es verstoße auch gegen entsprechende internationale Verpflichtungen, die der Iran unterzeichnet habe. Im April sei in Isfahan ein weiterer minderjähriger Delinquent wegen Drogenvergehen gehenkt worden. Der 17-jährige Afghane namens Jannat Mir habe weder einen Anwalt gehabt noch Unterstützung vom Konsulat seines Landes bekommen.
2013 wurden der UNO zufolge im Iran mindestens 500 Menschen hingerichtet, größtenteils wegen Rauschgiftkriminalität.
afp.com