Iran: Sieben weitere Personen erhängt

28.11.2014 -NCRI- Im Iran wurden sieben weitere Häftlinge öffentlich erhängt; die Zahl der Hinrichtungen schnellt unter der Herrschaft Hassan Rouhani weiter in die Höhe. Mehr als 1000 Männer, Frauen und Jugendliche kamen ums Leben, seit der sogenannte gemäßigte Anführer vor 18 Monaten an die Macht kam.

Am Mittwoch wurden zwei Männer namens Ali M und Ali Q in der nordöstlichen Stadt Mashhad wegen ‚Störung’ erhängt.
Im Gohardasht-Gefängnis der Stadt Karaj wurden fünf Häftlinge erhängt. Sie gehörten zu einer Gruppe von neun Häftlingen, die am Dienstag in Einzelhaft verlegt worden waren. Vier andere hatten in ihre Zellen zurückzukehren, nachdem ihre Hinrichtung verschoben worden war.
Heute wurden um 9. 30 Uhr Ortszeit im Bezirk Ghasem Abbad der Stadt Mashhad zwei Männer erhängt.
Ein in dieser Woche ausgestrahltes Video zeigt die gramgebeugten Angehörigen von acht Häftlingen. Sie betrauern ihre Lieben, deren Leichen, eingehüllt in schwarze Säcke, in einer Leichenhalle vor ihnen aufgereiht sind.
Das Video wurde heimlich von einem Augenzeugen mit Mobiltelefon aufgenommen. Er sagte, jeden Donnerstag würde in der Stadt Kerman eine Gruppe von Personen heimlich erhängt.
Der Augenzeuge sagte: „Viele der in dieser Stadt durchgeführten Hinrichtungen sind Strafen für verbotenen Drogenbesitz. Die Täter sind in der Regel junge Leute, die als Waisen aufgewachsen sind. Wegen der Armut sind sie die einzigen Verdiener ihrer Familien.“
Die Zahl der Menschenrechtsverletzungen schnellt im Iran in die Höhe – darunter beispiellos die der Hinrichtungen, der staatlich organisierten Säureangriffe auf Frauen, und ebenso die Unterdrückung religiöser und ethnischer Minoritäten, Blogger, Reporter und politisch Engagierten – all dies, während die öffentliche Unzufriedenheit mit dem Regime zunimmt und zugleich die internationale Gemeinschaft sich zu den andauernden Menschenrechtsverletzungen tatenlos verhält.

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