die Übersetzung eines Briefes von dem politischen Gefangenen Herr Behruz Javidteherani

Nach der Hinrichtung von  Hojat Zamani eines Angehörigen der Volks Mojahedin Organisation in der Nacht der Aschura voriges Jahr gingen  Akbar Mohammadi und  Waliolah Feizmahdavi in Hungerstreik. Als Folge davon sind sie innerhalb von  10 Tagen verstorben.

An: amnesty international, HRW, UNHRC
Bezug nehmend auf  Berichte von 23.10.06
 
Sehr geehrte Damen und Herren!
 
In der Folge können sie die Übersetzung eines Briefes von dem politischen Gefangenen Herr Behruz Javidteherani lesen.
Der Brief wurde uns über  Menschenrechtsaktivisten im Iran  zugeschickt.
 
SOS
 
In Namen der iranischen Völker in Erinnerung an die Opfer des Freiheitskampfes.
 
Nach der Hinrichtung von  Hojat Zamani eines Angehörigen der Volks Mojahedin Organisation in der Nacht der Aschura voriges Jahr gingen  Akbar Mohammadi und  Waliolah Feizmahdavi in Hungerstreik. Als Folge davon sind sie innerhalb von  10 Tagen verstorben. Auch der Tod dieser beiden Gefangenen  hat das herrschende Regime nicht davon abgehalten  die politischen Gefangenen weiter zu unterdrücken.  Es wurden über 60 Personen von gefährlichen Gefangenen vom Leiter des Zweiten Traktes des Gefängnisses in die Zellen der politisch Gefangenen geführt.   Dieser Schlägertrupp war auch mit leeren Flaschen und mit Messern bewaffnet. Wir wurden beschimpft  und zusammengeschlagen.
 
 Ich habe zusammen mit zwei weitern Personen (Herrn  Heshmat Saran dem General Direktor von Front der Nationale Solidarität und  Herrn Jafar Eghdami) versucht drei kranke Mitgefangene vor diesen Übergriffen zu beschützen. Sie leiden an den schweren Folgen vorangegangener Folter.  Wir sind den Angreifern unbewaffnet entgegengetreten, haben unsere Ehre verteidigt und wurden alle verletzt.  Aber meine Verletzungen waren noch schlimmer als die der Anderen. Ich habe zwei Zähne in oberen Kiefer verloren und weitere 5 Zähne wurden schwer beschädigt . Meine Oberlippe wurde ebenfalls schwer verletzt. Die Gefängnisbehörde  hat zunächst eine Überstellung in die Krankenstation nicht zugelassen, erst Stunden später und zahlreichen Protesten Mitgefangener wurde ich dorthin gebracht. Bis dahin hatte ich einen hohen Blutverlust. In der Krankenstation wurden mir keine Schmerzmittel verabreicht und ich wurde ohne lokale Betäubung genäht. (12 Nähte) .
 
Später haben wir erfahren, dass  vor dem Angriff  ein Mann namens Anmen Barat Rahtschamani die Gefangenen aufgestachelt hat. Dieser Mann bekommt Weisungen aus dem Sicherheitsministerium.  Er schrie mit lauter Stimme, bezeichnete uns (die politischen Gefangenen) als  Laizisten, Kommunisten und als gottlose Menschen, welche nicht an den Koran glauben. Er argumentierte es wäre laut Scharia erlaubt uns zu töten und wer das tut verdient als Preis den Zugang zum Paradies. Egal was passiert die Regierung und der Führer stehen hinter diesem Tun und werden solches unterstützen.
 
Ich rufe alle MenschenrechtsaktivistInnen,  welche sich immer für die Gerechtigkeit und Freiheit eingesetzt haben und das Leben von anderen Menschen wertschätzen auf, sich für die Rettung meiner Freunde zu engagieren. Und zwar:
 
 Für Rettung des schwerkranken Mehrdad Loharasebi welcher seit sieben Jahren aufgrund der Teilnahme einer Kundgebung den 18 Tir (Studentenaufstand) inhaftiert ist.
 
 Für Rettung von Alireza Karami Kheirabadi welcher sich seit acht Jahren in Haft befindet. Gegen ihn wurde eine falsche Beschuldigung wegen Spionage erhoben. Er leidet unter starken psychischen Problemen. Sein Sohn wurde hingerichtet und sein Bruder wurde Opfer eines Terrorsanschlages.
Für den Rettung des Lebens von der Amir Heshmatssaran ( Generaldirektor der  Front der Nationalen Solidarität), und von Djafar Eghdami sowie von Afshin BaImani..
 
 
Unser Leben im Radjaeishahr Gefängnis in der Stadt Karaj ist in Gefahr.
Sollen Sie wissen, dass das Regime vorhat uns zu vernichten. Das Programm des Regimes sieht weitere derartige Aktionen vor. Es werden Tragödien wie von Feizmahdavi und Hojatzamani  bald wieder geschehen. Wir bitten alle Menschenrechtsorganisationen um Hilfe und schicken euch folgende Botschaft:
 
 Wir alle sind im grausamen Radjaeishargefängnis  in  Gefahr. Mehere Male wurden Mordanschläge an uns verübt. Wir verlangen die Überstellung ins Evin Gefängnis Trakt 350.
 
 
Behruz Djavid Teherani.
Rajaei shahr Gefängnis der Stadt Karadj
01.8.1385
Gott schütze unser Land!
 
 
Wir (IRAN SOS) machen uns große Sorge über den Zustand der politischen Gefangenen im Iran.
IRAN SOS bittet Euch um eine rasche Unterstützung.
Wir bitten Euch noch einmal, ein Untersuchungskomitee in den Iran zu schicken, um die iranischen Gefängnisse zu besuchen und mit den politischen Häftlingen über ihre Haftbedingungen zu sprechen.
 
Es handelt sich um Tägliche Unterdruckung der politischen Gefangenen in verschiedenen bekannten und unbekannten Gefängnissen im Iran.
 
Wir sind der Meinung, dass  das iranische Regime plant, wieder ein großes Massaker unter den politisch Gefangenen zu verüben.
 
Bitte helfen Sie den politischen Gefangenen im Iran, bevor es zu spät ist.
 
Für den Menschenrechtsverein
Internationales Rettungskomitee für Iranian
IRAN SOS
 
Mojab Seyed Yoosef
Obmann und Schriftführerstellvertreter
 
Wien, am 29.10.06.
Kopie an : Alle

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.