
Massud Mossaheb
28.01.2020 –ORF– Die Grünen kritisieren „zunehmende Menschenrechtsverletzungen“ im Iran und fordern die Freilassung von politischen Gefangenen aus dem In- und Ausland. Das Festhalten von Österreichern in Foltergefängnissen bezeichnete Menschenrechtssprecherin Ewa Ernst-Dziedzic als „Provokation“. Die internationale Gemeinschaft müsse endlich handeln, eine rote Linie ziehen und die „völkerrechtlichen Verpflichtungen des Iran“ einfordern, verlangte Ernst-Dziedzic. Weiterlesen
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25.09.2020-epd- Genf (epd). Deutschland und 46 andere Staaten haben vor dem UN-Menschenrechtsrat Folter, Unterdrückung und Gewalt gegen Oppositionelle im Iran verurteilt. Die andauernden Menschenrechtsverletzungen im Iran seien sehr besorgniserregend, sagte der deutsche Botschafter bei den UN, Michael Freiherr von Ungern-Sternberg, am Freitag in Genf.
Der in Schweden ansässige iranische Arzt und Wissenschaftler Dr. Ahmadreza Djalali wurde im April 2016 während eines Kongressbesuches im Iran festgenommen. Er verbrachte zunächst drei Monate in Einzelhaft und ohne Zugang zu einem Rechtsbeistand. Er wurde während dieser Zeit gefoltert und unter Druck gesetzt, ein „Geständnis“ darüber abzulegen, dass er ein Spion für den Geheimdienst Mossad sei. Laut Informationen von Amnesty International habe man ihm gedroht, ihn hinzurichten und seine in Schweden lebenden Kinder sowie seine im Iran lebende Mutter zu töten.
Im Iran befinden sich hunderte Menschen zu Unrecht im Gefängnis. Viele von ihnen sind gewaltlose politische Gefangene, die nur in Haft sind, weil sie ihr Recht auf freie Meinungsäußerung wahrgenommen haben.
Das gewaltsame Vorgehen des Iran gegen regierungskritische Demonstranten hat die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, auf den Plan gerufen. Sie zeigt sich wegen der Berichte sehr besorgt.
