
Ghom ist eine Hochburg der schiitischen Kleriker. Die ersten beiden Corona-Fälle im Iran wurden dort am 19. Februar gemeldet.
Das Coronavirus betrifft Iran besonders stark. Tagelanges Abstreiten der Regierung gab dem Virus Zeit, sich auszureiten. Im Zentrum der Ausbreitung steht die heilige Stadt Ghom.
17.03.2020 – ZDF – Stark schwitzend und hustend trat der oberste Coronavirus-Bekämpfer des Irans vor die Kameras und sicherte zu, dass der Erreger keine Gefahr für das Land sei. “Quarantänen gehören in die Steinzeit”, sagte Iradsch Harirtschi. Einen Tag später befand er sich wegen des Coronavirus in Quarantäne.

Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen ins Ausland, die EU schließt ihre Außengrenzen, aber der Flugverkehr zwischen Deutschland und Teheran geht weiter, obwohl Iran als Risikogebiet gilt. Warum?
Qasem Soleimani, der jetzt vom US-Militär getötet wurde, war das Mastermind der iranischen Quds-Brigaden. Die Elitekämpfer gelten als Task Force des Regimes in Teheran, sie mischen in allen Konflikten der Region maßgeblich mit. 
Sie sollen Menschen zum Tode verurteilt haben, weil diese ihre Meinung äußerten: Die USA frieren das Vermögen von zwei iranischen Richtern ein – und setzen die Führung in Teheran weiter unter Druck.
Das gewaltsame Vorgehen des Iran gegen regierungskritische Demonstranten hat die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, auf den Plan gerufen. Sie zeigt sich wegen der Berichte sehr besorgt.
